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Wiedensahl beteiligt sich nicht an Busch-Tagen

Rat lässt Theiß abblitzen Wiedensahl beteiligt sich nicht an Busch-Tagen

Jetzt ist es amtlich. Der Flecken Wiedensahl beteiligt sich nicht an den Wilhelm-Busch-Tagen, die Anfang September in Stadthagen im Zuge des Großraumentdeckertages veranstaltet werden. Ausrichter des Festes ist die Verwaltung der Kreisstadt. 

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Das Busch-Dorf erteilt Stadthagen eine Absage: Die Wilhelm-Busch-Tage in der Kreisstadt werden ohne Beteiligung aus Wiedensahl stattfinden.

Quelle: Archiv

Wiedensahl. Bürgermeister Oliver Theiß hatte den Wiedensahlern zuvor angeboten, sich mit 5000 bis 10.000 Euro in das Projekt einzukaufen.

In der kurzfristig angesetzten Ratssitzung am Donnerstag erteilten die Ratsmitglieder aus Wiedensahl den Stadthägern nun eine deutliche Absage. Der Abstimmung war eine kontrovers geführte Diskussion vorangegangen, bei der die Skeptiker der Kooperation mit Stadthagen schließlich die für den Rat überzeugenderen Argumente hervorbrachten.

So befürchteten vor allem Carsten Dreyer und Tina Maria Meyer (WWW), dass die Investition in die Busch-Tage keinen langfristigen Mehrwert für Wiedensahl mit sich bringt. „Das ist zu viel Geld für zu wenig Besucher“, betonte Meyer und plädierte dafür, lieber nach Kooperationspartnern zu suchen, die das Busch-Dorf nachhaltig „ins Visier von Besuchern rückt“.

Auch Bürgermeisterin Anneliese Albrecht und Fraktionskollege Udo Rüffer (SPD) sahen es als unwahrscheinlich an, dass viele Menschen den Weg nach Wiedensahl finden, wenn in Stadthagen ein Programm mit großer Strahlkraft auf die Beine gestellt wird. „Ich glaube, wir haben da gar nichts von. Die Leute werden in Stadthagen bleiben und gar keine Zeit haben, zu uns zu kommen“, sagte Albrecht. Für Rüffer lag die Krux im bislang fehlenden Konzept, das Wiedensahl bis Anfang April als Voraussetzung für eine Bewerbung zum Großraumentdeckertag vorlegen muss. „Nach dem Max-und-Moritz-Jahr sind wir ausgepowert“, schilderte der Fraktions-Chef und erklärte, ein Konzept „nicht mit der heißen Nadel“ stricken zu wollen.

Befürworter der Kooperation kamen aus den Reihen der CDU. So sorgte sich Horst Peeck um den Imageverlust, den eine Absage an Stadthagen mit sich bringen würde. „Wir würden in der Öffentlichkeit schlecht dastehen, wenn wir sagen, das Fest geht uns nichts an.“ Die Zusammenarbeit mit der Kreisstadt sei die Chance für einen kleinen Ort wie Wiedensahl, sich touristisch zu profilieren. Peeck appellierte an seine Ratskollegen, sich die „Grundsatzfrage“ zu stellen: „Wollen wir uns vermarkten, oder nicht?“. Gleichzeitig erklärte sich der Christdemokrat bereit, gemeinsam mit Vertretern der beiden Museen in Wiedensahl noch kurzfristig ein Konzept für den Festtag zu erarbeiten. „Das kann doch nicht so schwer sein.“

Überzeugen ließ sich der Rat nicht. Mit sechs Nein- und vier Ja-Stimmen votierten die Politiker dagegen, der Kreisstadt 6000 Euro für die Busch-Tage zur Verfügung zu stellen. kcg

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