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Wiedensahl Zwei Glücksgriffe, zwei Sonderthemen
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Zwei Glücksgriffe, zwei Sonderthemen
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06:17 02.04.2012
Kurt Cholewa (links), Peter Hollinger und Jutta Piller freuen sich auf die morgige Eröffnung des Museums im „Alten Pfarrhaus“.
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Wiedensahl (gus). Ein Sonderthema lautet diesmal „30 Jahre Museum“. Eine Reihe von Einzelrahmen zeichnet die Entstehung und Entwicklung des Museums in Regie des Wiedensahler Heimatbundes nach.

Das zweite Sonderthema lautet „150 Jahre Männergesangverein“. Der Chor ist als solcher zwar in 2011 aufgelöst worden und in einen Gemischten Chor übergegangen. Doch der Heimatbund will an die Geschichte des Männersingens im Dorf erinnern, auch ein Jahr nach dessen Ende. Zu den Exponaten gehören die beiden Zelter-Plaketten, die 1936 und 1956 überreicht wurden.

Bei der morgigen Eröffnung will eine Gruppe früherer Mitglieder des Chores noch einmal singen. Den Festakt hat Museumsleiter Kurt Cholewa in die untere Etage des „Pfarrhauses“ verlegt, weil das Wetter laut Prognose keinen Freiluftakt erlaubt. Von 15 Uhr an gibt es bei Kaffee und Kuchen einige Informationen zum Museum.

Zwar wird in den kommenden Wochen noch ein wenig am Gebäude gewerkelt, weil dessen Sanierung gerade im Gang ist. Doch davon sollen sich die Besucher nicht stören lassen. Alle Exponate, die auch sonst ausgestellt würden, sind zum Saisonstart zu sehen, wenn auch anderes angeordnet, weil in zwei Räumen, unter anderem im einstigen Wilhelm-Busch-Schlafzimmer, noch gearbeitet wird.

Doch auch dort dürfen die Besucher gern hineinschauen, so Cholewa. Zu den ständigen Exponaten gehören zusätzlich zu einigen Busch-Ausstellungsstücken auch Fossilien, historische Werkzeuge und Ackergeräte, Illustrationen der Kinderbuch-Autorin Ursula-Janus und Dokumente zur Geschichte Wiedensahls.

Die beiden Sonderausstellungen haben zwei personelle Errungenschaften des Heimatbunds zusammengestellt. Jutta Piller und Peter Hollinger sind in den Augen Cholewas ein absoluter Glücksgriff fürs Museum. Piller arbeitet dort als Ein-Euro-Kraft, Hollinger ist ein per EU-Programm eingestellter Bürgerarbeiter. Beide, so Cholewa, setzen sich über das normale Zeitbudget hinaus ein und ergänzen sich gegenseitig ideal.

„Museum muss man leben“, erklärt Hollinger seinen Enthusiasmus. Unter anderem hat der Bürgerarbeiter das komplette Museum neu beschriftet. Und er ist mittlerweile ein Spezialist für Wilhelm Busch und Wiedensahl geworden. Sein Wissen gibt er ab Sonntag an die Besucher weiter. Geöffnet ist das Museum bis Ende September sonnabends, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr. Gruppen können sich unter Telefon (05726) 774 für Führungen anmelden.

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