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Helpsen 120.000 Euro allein für die Sanierung
Schaumburg Nienstädt Helpsen 120.000 Euro allein für die Sanierung
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00:18 18.09.2016
Das von der Kirche gekaufte Haus an der Riepackerstraße. Quelle: rg
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HELPSEN

Laut Bürgermeister Manfred Kesselring läuft der Vertrag noch „mehr als 40 Jahre“. Die Gemeinde will „etwas mehr als 120000 Euro“ in die Sanierung des maroden Zweifamilienhauses stecken.

 

 „Es ist eine sehr gute Lage, zentrumsnah am Bergkrug, und ein sehr guter Preis. Eine Investition, die sich anbot“, begründet Kesselring den Erwerb. 33000 Euro hat die Kommune für das Gebäude selbst bezahlt, wie Gemeindedirektor Ditmar Köritz ergänzt.

 

 Das Land Niedersachsen habe der Gemeinde die Immobilie angeboten, berichten Köritz und Kesselring. Die Erben des Vorbesitzers hatten das Erbe ausgeschlagen, sodass das Gebäude an den Staat fiel. Der Gemeinderat Helpsen habe sich dann einstimmig für einen Kauf entschieden, berichtet Köritz.

 

 Laut Kesselring will die Gemeinde das Gebäude nach der Sanierung „neutral“ vermieten. Die Immobilie sei nicht als Übergangsquartier für die Unterbringung von Flüchtlingen gedacht, sondern werde als Wohnraum auf dem freien Markt angeboten. Und zwar für eine ortsübliche, bezahlbare Miete, wie Köritz versichert.

 Die begrenzte Restlaufzeit für das Erbbaurecht stellt nach Angaben von Köritz und Kesselring kein Problem dar. „Das kann verlängert werden“, sagt der Bürgermeister, „wir haben einen sehr guten Draht zur Kirche.“ Er habe den Gesprächen entnommen, dass es im Interesse der Kirche sei, die Gemeinde als Partner zu haben. Der Erbbauzins, den Helpsen jährlich an die Kirche zahlen muss, liegt laut Kesselring „im niedrigen dreistelligen Bereich“. Bisher seien aber noch nicht alle Formalitäten mit der Eigentümerin erledigt.

 

 Dennoch seien bereits „die Ausschreibungen auf den Weg gebracht und ein Architekt ins Boot geholt“. Auch Haushaltsmittel für Kauf und Sanierung seien bereits zur Verfügung gestellt worden. „Wir sind guter Dinge, dass wir mit den Mitteln hinkommen“, sagt der Bürgermeister. Das mehrere Jahre unbewohnte Haus ist einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Erneuert werden sollen vor allem Fenster, Türen und die Heizungsanlage – flankiert von „diversen Verschönerungsarbeiten“. Kesselring rechnet damit, dass das Haus 2017 bezugsfertig sein wird. In dem Gebäude befinden sich zwei Vier-Zimmer-Wohnungen. bab

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