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Abgekartetes mit quietschfidelen Leichen

Helpsen / Kriminacht Abgekartetes mit quietschfidelen Leichen

„Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ – und das haben die Besucher der „Kriminacht“ im Schulzentrum Helpsen am Sonnabend auch nicht gemusst. Den Schlager von Bill Ramsey brachte der Schaumburger Kanada-Chor zum Auftakt des Abends zu Gehör.

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Der agile „Opa“ in rosa Socken ist auf der Bühne wirklich nicht totzukriegen.

Quelle: tbh

Helpsen. Während die Stimmen der Chormitglieder gut geölt waren, hatte es „Christian“ und „Meinhard“ die Sprache verschlagen, was sie jedoch nicht davon abhielt sich miteinander zu unterhalten, ja, sogar zu brüllen und die Zuschauer willkommen zu heißen. Da ihnen die Worte fehlten, improvisierten sie mit vorgedruckten Plakaten, auf denen aufgrund von Druckerschwärzemangel auch mal „nichts“ zu lesen war.

 Die Theaterkiste Waltringhausen zeigte in „Sweet Home Alabama“, was untreuen Ehemännern alles blühen kann, wenn die Gattin und eine Detektivin ihm auf die Schliche kommen. Ein abgekartetes Spiel mit gleich mehreren überraschenden Wendungen und tödlichem Ausgang.

 „Hannelore“ und „Erna“, im Hauptberuf Ein-Euro-Jobberinnen im Altenpflegebereich, führten energisch, mit Charme, Witz und strenger Hand durch das Programm. Die beiden Damen hatten sichtlich Spaß an ihrer „Führungsrolle“.

 Um das Sitzfleisch des krimibegeisterten Publikums bei der langen „Kriminacht“ mit gut dreieinhalb Stunden Ton, Tanz und Theater nicht „überzustrapazieren“, wurde zwischendurch eine Pause eingelegt. „Hannelore“ und „Erna“ bespaßten die Gäste gerne auch außerhalb des Programms. „Ernas“ Versuch, ihren Rock wie einst Marilyn Monroe in dem lauen Helpser Nachtwind fliegen zu lassen, scheiterte kläglich, sorgte aber für gute Stimmung auf dem Pausenhof.

 Vor der Pause ließen die „Playburger“ das Publikum noch an der Generalprobe zu ihrem Stück „Die Leiche ist nicht totzukriegen“ teilhaben. Wie oft es wohl wirklich vorkommt, dass die Schauspieler von Lachkrämpfen geschüttelt werden und ihren Regisseur zum Wahnsinn treiben? In der Hauptrolle die quietschfidele und äußerst agile „Leiche von Opa“, „Ernas“ Ehemann. Es war herrlich, mit anzusehen, wie „Opa“ sich immer wieder tot in den Stuhl plumpsen ließ und die rosa besockten Füße von sich streckte. „Erna“, die im Zuschauerraum Platz genommen hatte, wachte mit Argusaugen darüber, dass die junge Schauspielkollegin ihrem Mann nicht zu nahe kam, und zerstörte jeglichen Annäherungsversuch, indem sie die Dame mit ihrem Regenschirm von der Bühne scheuchte.

 Die drei jungen Männer von „3 four U“ brachten zwischen den Theaterstücken Schwung in den Abend. Geschmeidig wirbelten sie durch die Luft, zeigten halsbrecherische Sprünge und ernteten begeisterten Applaus für ihre Breakdance-Einlagen. Die drei „lecker Schnittchen“ dürften nicht nur für „Hannelore“ eine Augenweide gewesen sein.

 Ans Eingemachte ging es auch beim politischen Kabarett der „Mischlinge“. Ob die „Zustände im Vehlener Klinikum“, dunkle Machenschaften, bei denen im geheimen Stübchen mit einem Zirkel aus drei (Stadthagen, Bückeburg und Rinteln) eins gemacht wurde oder die schwere Arbeit von V-Männern und „-Männinen“ – bei den Ereignissen der jüngsten Zeit liegt aus der Sicht der „Mischlinge“ einiges im Argen.

 Mit dem „Kriminaltango“, „Mackie Messer“ und sanften Klängen bei „Somewhere“ aus der „West Side Story“ und „The Show must go on“ von „Queen“ verabschiedete der Schaumburger Kanada-Cchor zusammen mit den Darstellern das begeisterte Publikum der ersten „Kriminacht“ in Helpsen. tbh

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