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Helpsen Alternative zum Kreisel in Südhorsten wird geprüft
Schaumburg Nienstädt Helpsen Alternative zum Kreisel in Südhorsten wird geprüft
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19:40 07.02.2019
Eine Verkehrsinsel wäre eine Alternative zum Kreisel, um den Verkehr in Südhorsten zu bremsen. Quelle: Archiv
Helpsen

Die Gemeinde hatte die Info-Veranstaltung anberaumt, um der Öffentlichkeit den Stand der Planungen zum Gehwegbau an der Dorfstraße (K17) und den Radwegbau an der K18 vorzutragen.

Uta Weiner-Kohl, stellvertretende Leiterin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, und Matthias Dornbusch, Leiter des Amtes für Kreisstraßen, Wasser- und Abfallwirtschaft beim Landkreis Schaumburg waren als Fachleute geladen. Sie haben nicht nur über den Stand der Planungen für den Rad- und Gehwegbau informiert, sondern auch Stellung dazu genommen, welche Möglichkeiten es gibt, die Kreuzung zu entschärfen. Wichtig für Rat und Verwaltung der Gemeinde Helpsen ist insbesondere, die Förderfähigkeit der Maßnahmen.

An dem Thema Förderfähigkeit schieden sich die Geister. CDU-Fraktionsvorsitzende Martina Lohmann, die sich seit Jahren für den Bau eines Kreisels am Ortsausgang Richtung Gelldorf einsetzt, ist fest davon überzeugt, dass ein Kreisel förderfähig wäre, weil dieser nach ihrer Meinung das einzige Mittel zur Sicherung des Schulwegs wäre, das dort baulich umgesetzt werden könnte. Da sich am Ortsausgang zwei Bushaltestellen befinden, die unter anderem von Grundschülern auf ihrem Weg zur Schule angesteuert werden müssen, ist auch die Gemeinde bestrebt, in dem Bereich möglichst viel Sicherheit zu gewährleisten.

Weiner-Kohl erklärt auf Nachfrage, ein Kreisel sei nur in der Ausnahmesituation förderfähig, wenn es keine andere Lösung zur Schulwegsicherung gebe. Sie ist überzeugt davon, dass dies in Südhorsten nicht der Fall ist. „Ich gehe nicht davon aus, dass es da keine andere Möglichkeit gibt“, meint sie. Dieses sagte sie auch bei der Veranstaltung und stellte als Alternative den Bau einer Verkehrsinsel vor, die nördlich des Kreuzungsbereiches in der Nähe der Bushaltestelle eingerichtet werden könnte. Mit einer kleinen Verschwenkung würde sich das dann auch auf das Tempo der Autofahrer regulierend auswirken.

Förderung im Rahmen der Dorfentwicklung ist ausgeschlossen

„Ich gebe doch kein Geld aus, wenn ich so schon sehen kann, dass das nicht klappt“, sagte Lohmann. Bereits vor zwei Jahren sei diese Variante verworfen worden, weil an besagter Stelle nicht genügend Platz für eine Mittelinsel sei. Weiner-Kohl sicherte zu, dieses noch einmal im Detail prüfen zu lassen und gibt sich hinsichtlich der Umsetzbarkeit optimistisch.

„Ich traue Ihrem Hause zu, dass Sie abschätzen können, ob eine Querungshilfe möglich ist oder nicht“, sagte die Vorsitzende der Mehrheitsfraktion im Rat, Kerstin Reichau (SPD) zu Weiner-Kohl. „Und dann können wir entscheiden.“ Zum Kreisverkehr stellte Reichau nachdrücklich fest: „Das ist für mich definitiv vom Tisch“.

Auch Ratsherr Friedrich Deventer (Grüne) möchte den Prozess abschließen. „Im Moment haben wir nichts anderes als den Status des Hornberger Schießens“, sagte er. Ein Kreisel wäre nach seiner Ansicht nicht förderfähig, und die Gemeinde könne ihn sich bei der momentanen Finanzlage auch gar nicht leisten. Die Querungshilfen über die K18, die ohnehin eingeplant sind, würden reichen. „Raser wird man mit den besten Mitteln nicht stoppen können.“

Eine Förderung im Rahmen der Dorfentwicklung ist ausgeschlossen. Dies sagte am Rande der Infoveranstaltung eine Mitarbeiterin des Planungsbüros Kirchner, das die Dorfentwicklung der Bergkruggemeinden in den kommenden Jahren begleitet. bab