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Helpsen Bergkrug bekommt den Zuschlag
Schaumburg Nienstädt Helpsen Bergkrug bekommt den Zuschlag
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17:21 11.06.2018
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Samtgemeinde Nienstädt/Lindhorst

Die drei Kommunen hatten sich als Region „Bergkruggemeinden“ zum August 2017 für das Programm beworben. Die beteiligten Dörfer sind Helpsen, Kirchhorsten, Südhorsten, Hespe, Hiddensen, Levesen, Stemmen, Seggebruch, Alt- und Neuseggebruch, Tallensen-Echtorf, Schierneichen, Deinsen und die Siedlung Baum.

Die Region „Nördlicher Bückeberg“ (Nienstädt, Sülbeck, Liekwegen, Wackerfeld und Meinefeld) und die „Bergbaudörfer am Dülwald“ (alle Gemeinden der Samtgemeinde Lindhorst), haben die Aufnahme in das Programm nicht geschafft. Auch sie hatten sich im vergangenen Jahr beworben. Laut Ministerium waren zum 1. August 2017 41 Anträge abgegeben worden. Davon sind 14 neue Dorfregionen mit insgesamt 58 Dörfern nun in die Förderung genommen worden.

Sommerpause für erste Vorbereitungen nutzen

„Ich freue mich riesig darüber“, sagt Seggebruchs Bürgermeister Jörn Wittkugel zu der erfolgreichen Bewerbung. „Ich hatte das insgeheim schon gehofft“, gibt er zu, den Bergkruggemeinden gute Chancen ausgerechnet zu haben. Wenn die Gemeinde demnächst die offizielle Bestätigung bekomme, werde Seggebruch die Sommerpause nutzen, um die Arbeitsgruppen zu bilden und sich mit Helpsen und Hespe abzustimmen. Dennoch will Wittkugel sich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „So lange es keine offizielle Nachricht gibt, nehme ich das erst mal zur Kenntnis“, sagt er.

„Das ist eine sehr positive Nachricht“, freut sich auch Helpsens Bürgermeister Manfred Kesselring. Er könne sich seinem Seggebrucher Kollegen nur anschließen, was das weitere Vorgehen betreffe. Weil die jeweiligen Gemeinden unterschiedliche Projekte verfolgen, könne in der Sommerpause zumindest das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

Kommunen müssen Projekte gegenfinanzieren

„Das ist doch schön“, äußert sich Hespes Bürgermeister Uwe Grone ebenfalls erfreut über den Erfolg. Neben der Abstimmung mit anderen Gemeinden werde Hespe sicherlich eine Bürgerversammlung einberufen. Für Grone ist vor allem wichtig, wie die finanzielle Förderung im Einzelnen aussieht, weil Hespe die Projekte schließlich gegenfinanzieren müsse. Aber gerade unter dem Aspekt, dass Hespe jeden Euro an Förderung sehr gut gebrauchen könne, sei die Aufnahme in das Programm erfreulich.

Während die Bergkruggemeinden Glück hatten, ist die Gemeinde Nienstädt leer ausgegangen. „Es ist schade, dass aus den vielen Mühen nichts geworden ist“, sagt Gemeindedirektorin Sandra Wiechmann angesichts der aufwendigen Bewerbungsphase, die schließlich Mühe, Zeit und Geld gekostet habe. Wie Nienstädt nun weiter verfährt und ob sich die Gemeinde weiterhin bewerben werde, müsse zunächst mit dem Rat besprochen werden. Zudem will sich Wiechmann erkundigen, welche Möglichkeiten nun bestehen.

Samtgemeinde Lindhorst strebt Aufnahme weiter an

Lindhorsts Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther will deshalb zunächst wissen, was das Land der Samtgemeinde jetzt mitteilt. „Wir warten ab, bis wir die Verfügung dazu bekommen. Dem können wir alles Weitere entnehmen.“ In dem offiziellen Bescheid werde es Hinweise geben, wie die Gemeinden nun vorgehen müssten. Die Samtgemeinde strebe weiter an, in das Dorfentwicklungsprogramm zu kommen. Aber darüber müssten am Ende die Gremien befinden. bab

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