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Betrieb nur noch eine „Formalie“

Helpsen / Kindertagesstätte Bergkrug Betrieb nur noch eine „Formalie“

Der Gründung einer Integrationsgruppe in der Kindertagesstätte Bergkrug zum 1. August 2012 scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Der Kindergartenausschuss hat einstimmig beschlossen, die Verwaltung damit zu beauftragen, den Antrag auf Betriebserlaubnis beim Kultusministerium einzureichen. Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz zufolge ist dies aber mehr eine „Formalie“.

Helpsen / Seggebruch (kil). Zum neuen Kindergartenjahr soll die Kita also zur „Integrativen Kindertagesstätte Bergkrug“ werden. Ein regionales Konzept für die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne geistigem oder körperlichem Förderbedarf liegt bereits vor (wir berichteten). In der Praxis sieht das nach Angaben von Köritz so aus: Die Einrichtung wird Plätze für 14 Regelkinder und mindestens zwei bis maximal vier Integrationskinder vorhalten.

Bisher gibt es in der Kita ein Kind mit Förderbedarf, für August schaffen die Eltern eines weiteren Kindes bereits die Voraussetzungen für einen Integrationsplatz, sodass der Mindestbedarf gedeckt wäre. Insgesamt sollen die Kinder sieben Stunden betreut werden – von 8 bis 15 Uhr. Der Ganztagsbetrieb ist verbindlich für integrative Kitas, so Köritz.

Dementsprechend fallen auch die Gebühren aus: 195 Euro pro Kind, 155 Euro für Geschwister. Dass die Eltern genauso viel wie für eine Ganztagsbetreuung von 8 bis 17.30 Uhr zahlen sollen, rechtfertigt Köritz mit der personellen Versorgung: Den gesamten Tag betreuen jeweils zwei Erzieher und eine Heilpädagogin die Kinder. Die Regel- und Integrationskinder werden zusammen betreut. Ausnahme: Die Kinder mit Förderbedarf bekommen in der Tagesstätte weitere individuelle Förderangebote. So kommen zum Beispiel Sprachtherapeuten von außerhalb in die Kita.
Was müssen Eltern tun, die ein behindertes Kind anmelden wollen? Köritz erklärt: Eltern müssen sich zum einen bei der Gemeinde anmelden, zum anderen einen Antrag beim Sozialamt des Landkreises stellen. Das Gesundheitsamt muss den Förderbedarf zunächst bestätigen, erst dann übernimmt der Landkreis die Kosten für einen Integrationsplatz.

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