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Bewegendes Thema, aber überraschend geringe Resonanz

Helpsen / Infoveranstaltung Bewegendes Thema, aber überraschend geringe Resonanz

Das Thema Hochwasserschutz bewegt die Gemeinde Helpsen nach wie vor. Trotzdem ist die umfassende Informationsveranstaltung zum Hochwasserschutz, zu der die örtliche SPD eingeladen hatte, am Mittwoch (31. August) auf eher geringe Resonanz gestoßen. Rund ein Dutzend Besucher war zu diesem Anlass in den Sportpark Südhorsten gekommen.

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Hochwasserschutz ist das Thema der Infoveranstaltung im Sportpark Südhorsten. Es referiert unter anderem Dieter Sebode. © kil

Helpsen (kil). Bei den anwesenden Zuhörern weckte die Veranstaltung Erinnerungen an das heftige Hochwasser im August 2010. Die SPD hatte mehrere Referenten eingeladen, die ausführlich über vorhandene Hochwasserschutzmaßnahmen in der Gemeinde und Optimierungsmöglichkeiten berichteten: Gemeindebrandmeister Dieter Sebode und dessen Stellvertreter Jörn Wille, Bernd Meier vom Unterhaltungswasserverband „Bückeburger Aue“ und Georg von Luckwald vom gleichnamigen Landschafts- und Architekturbüro.

Die Bürger zeigten dabei Interesse an den Ursachen und bemängelten unter anderem, zugewachsene und verdreckte Durchlässe, Gräben und Gullis. Diesbezüglich betonte Kesselring auch die Bedeutung der Eigeninitiative der Anwohner.

Von Luckwald bezog dazu klare Position: Die Unterhaltung von Gräben im Einzelfall spiele keine Rolle, führe doch ein absolut freier Graben zu einer Erhöhung der Fließgeschwindigkeit. Langfristige Verbesserungen seien hingegen durch die Steigerung der Kapazitäten der Rückhaltebecken zu erzielen. Das Becken am Ellernkamp soll beispielsweise um zehn Zentimeter erhöht werden, und auch die Kapazität des Beckens in Südhorsten könne noch gesteigert werden.

Der SPD-Vorsitzende Manfred Kesselring zeigte sich enttäuscht: „Ich hatte mir eine größere Resonanz versprochen.“ Der Abend sollte ausschließlich zur Information der Anwohner dienen, betonte er. Das im Frühjahr diskutierte Überschwemmungsgebiet an der Gehle „soll heute nicht Thema sein“, so Kesselrings einleitende Worte.
Dieses Thema hatte vor einigen Monaten mächtig Wirbel erzeugt. Der Helpser Gemeinderat hatte nämlich im Frühjahr dazu angesetzt, über die Festsetzung des Überschwemmungsgebietes an der Gehle zu befinden, ohne die Öffentlichkeit einzubeziehen. Lediglich in einem Schaukasten war ersichtlich, dass das Thema den rat beschäftigen würde.

Erst Martina Lohmann (CDU) hatte diese Zeitung und damit die betroffenen Helpser über die Brisanz der Materie in Kenntnis gesetzt. Für die Nicht-Information der Öffentlichkeit hatte Kesselrings Vorgänger Adolf Neitsch (SPD) reichlich Kritik geerntet. Laut Quellen unserer Zeitung sollen einige Helpser dem Infoabend deshalb trotz Interesses ferngeblieben sein. Sie argwöhnten, es handle sich um eine reine Wahlkampfveranstaltung.

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