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„Das Konzept ist so einfach wie genial“

Kirchhorsten / Bauernhofkindergarten „Das Konzept ist so einfach wie genial“

Tiere und die Natur als geeignetes Umfeld, um die Welt zu entdecken. Dies wollen Jelena Klinkmann, Jonathan Buchmann und Michele Pöhler zum Konzept eines ganz besonderen Kindergartens machen.

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Michele Pöhler (von links) mit Sohn Ole sowie Filip (2) mit Mutter Jelena Klinkmann und Bruder Ben (1) genießen es, mit den Tieren auf dem Bauernhof zu schmusen.

Quelle: tbh

Kirchhorsten (tbh). Unter dem Namen „Wunder-Land – Begegnungshof für Mensch und Tier“ planen sie, einen Bauernhof-Kindergarten in Kirchhorsten zu eröffnen.

 Vor drei Jahren haben Klinkmann und ihr Mann Thomas einen alten Resthof in Kirchhorsten gekauft und nach und nach immer mehr Tiere angeschafft. Mittlerweile wachsen ihre beiden Söhne Filip (2) und Ben (1) mit einem Schweinepärchen samt Nachwuchs, einer Hühnerschar, drei Hasen, fünf Schottischen Hochlandrindern und zwei Ponys auf.

 „Natürlich ist das auch viel Arbeit, aber es gibt einem auch ganz viel“, erklärt Klinkmann. Besonders für die Kinder sei es eine Bereicherung, in der Natur groß zu werden. „Die Kinder können so das echte Leben mitbekommen“, bestätigt Pöhler, die mit ihrem Sohn Ole auch gerne mal die Hühner füttert und die Hasen streichelt.

 In dem Kindergarten sollen die Kinder aber nicht arbeiten. Vielmehr gehe es darum, das Leben in und mit der Natur zu vermitteln. Anhand kleiner Aufgaben könnten die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen, die Natur wertzuschätzen und zu respektieren. „Hier können die Kinder noch lernen, wo die Eier herkommen, wie lange es von der Saat bis zur Ernte dauert und was man beispielsweise mit Rote Bete alles machen kann“, erläutert Pöhler.

 Die Naturverbundenheit ist es auch, die die drei Initiatoren des Bauernhof-Kindergartens gemeinsam haben. Pöhler ist nicht nur gelernte Erzieherin, sondern auch Tierarzthelferin. Buchmann absolviert derzeit seine Ausbildung als Erzieher und hat seine Schwerpunkte auf die Bereiche Bewegung und Musik gelegt. Zusammen möchten sie, sofern genügend Interessenten Bedarf anmelden, den alten Scheunentrakt auf dem Bauernhof von Klinkmann für den Bauernhofkindergarten ausbauen.

 Nachdem schon Gespräche mit der Samtgemeinde Nienstädt geführt wurden, sollen die Pläne nun konkretere Gestalt annehmen. Daher laden die Initiatoren für Mittwoch und Donnerstag, 21./22. November, jeweils 20 Uhr zu zwei Info-Abenden in das Gemeindehaus in Seggebruch ein. Das Konzept, was nach eignen Angaben „so einfach wie genial“ ist, soll vorgestellt werden. Für eine Realisierung des Projekts wären Klinkmann zufolge Anmeldungen von etwa 25 Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren vonnöten. Auch Helfer und Spender für den Ausbau sind eingeladen.

 Besonders wichtig ist es den Initiatoren, dass der Bauernhofkindergarten nicht in Konkurrenz zu den üblichen Einrichtungen steht, sondern eine Ergänzung bildet.

 Weiter Informationen gibt es unter www.bauernhofkindergarten-kirchhorsten.de und bei Klinkmann unter Telefon (05724) 6033057.

„Natürlicher Bewegungsort“

Im Mittelpunkt des Konzepts Bauernhofkindergarten steht eine kindgerechte, an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder ausgerichtete Betreuung. Auch das Leben und Lernen mit Tieren ist ein wichtiger Baustein. „Der Bauernhof stellt gleichzeitig einen natürlichen Bewegungsort dar“, erklärt Klinkmann. Das Toben und Spielen auf der Wiese und im Stall trage auf natürliche Weise zur Förderung der motorischen Fähigkeiten bei. Ein gewisses Mitbestimmungsrecht soll dazu führen, dass die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen und die Natur wertzuschätzen. Besonders wichtig ist den Initiatoren auch, dass sich die Kinder in dem Kindergarten zu Hause fühlen sollen. Auch das gemeinsame Kochen und Backen in der Bauernküche, das Bepflanzen des Gartens und die Tierpflege stehen ganz oben auf dem Programm.

Eigene Stärken bewusst machen

Die Initiatoren habe es sich zum Ziel gemacht, den Kindern im täglichen Umgang mit der Natur und Tieren ihre eigenen Stärken bewusst werden zu lassen. So sollen sie Erfahrungen sammeln können, ihre Selbstorganisation verbessern und neue Herausforderungen suchen.
Außerdem soll der Nachwuchs die Möglichkeit bekommen, durch Begeisterung freudig und nachhaltig zu lernen und Spaß an Bewegung und Spielen zu entwickeln.

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