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Diskussion um Ehrenmal

Neuer Standort Diskussion um Ehrenmal

Der Wunsch, das Südhorster Ehrenmal zum Gedenken an die Toten beider Weltkriege an einen anderen Platz zu stellen, hat im Gemeinderat Helpsen zu Diskussionen geführt. Friedrich Deventer (Grüne) hat „erhebliche Bedenken“, dem Ehrenmal einen besser zugänglichen Platz einzuräumen.

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Helpsen. Die auf den Gedenktafeln verzeichneten Soldaten hätten schließlich für ein „verbrecherisches System“ gekämpft und dadurch sei viel Leid ausgelöst worden. „Das Ding sollte da bleiben“, forderte der Grüne, der sogar Aufmärsche wie in Bad Nenndorf an die Wand malte.

Das Ehrenmal steht momentan in dem Wäldchen hinter dem Sportpark in Südhorsten und der Seniorenbeirat meint, es hätte einen anderen Standort verdient. Früher habe es an der Hauptstraße/Ecke Birkenallee gestanden. Als Standort schlägt der Seniorenbeirat wieder einen sichtbaren Platz vor. Deventer glaubt, dass dann auch eine kritisch begleitende Diskussion geführt werden müsse, die erklärt, mit welcher politischen Absicht das Ehrenmal einen prominenteren Platz bekommt.

Politisch betrachten?

„Ich möchte hier keine politische Grundsatzdiskussion aufwerfen“, stellte Bürgermeister Manfred Kesselring (SPD) klar. Es gehe um Gestorbene, denen Angehörige und auch die Öffentlichkeit am Volkstrauertag gedenken wollen, ebenso wie der „anderen Toten, die im Krieg ihr Leben gelassen haben“. „Das sind Familienmitglieder“, sagte Martina Lohmann (CDU), die auch „keine politische Diskussion“ darüber führen will. „Es wird aber politisch betrachtet werden“, sagte Deventer. Gedenken sei ja völlig in Ordnung, „die Wertschätzung kann man aber auch an anderer Stelle tun“. Eine Umsetzung passt für Deventer „nicht in die Zeit“.

Günter Gümmer vom Seniorenbeirat, der die Sitzung verfolgte, findet „die Diskussion verfehlt“. Es solle bewusst gemacht werden, „dass es solche Zeiten gegeben hat“. Dazu müsse das Ehrenmal auch einmal saniert werden, da die Namen kaum noch lesbar seien.

Der Rat einigte sich bei einer Gegenstimme, die Bürger bei der Suche nach einem Standort einzubeziehen. Hinrich Gottschalk (CDU) könnte sich vorstellen, dass es sogar Privatpersonen geben könnte, die einen Platz anbieten. bab

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