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Helpsen Entscheidung erst im Mai
Schaumburg Nienstädt Helpsen Entscheidung erst im Mai
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00:16 23.03.2017
Der  Rat will die Verkehrssituation am Ortseingang von Südhorsten entschärfen. Quelle: Archiv
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HELPSEN/SÜDHORSTEN

Eine abschließende Entscheidung zu Maßnahmen an dem Kreuzungsbereich soll am 18. Mai getroffen werden. Der Gemeinderat hat sich bei seiner jüngsten Sitzung mit den Ergebnissen der Verkehrsuntersuchung beschäftigt.

 Kerstin Reichau, Sprecherin der SPD-Mehrheitsfraktion, nannte drei Aspekte, die nach Meinung der SPD umgesetzt oder beachtet werden sollten. Dazu gehöre eine Geschwindigkeitsreduktion, eine sichere Querung für Fußgänger, aber auch die wirtschaftlichen Betrachtungen. Die Fraktion schlage vor, zunächst Radwegemarkierungen auf die Fahrbahn zu bringen. Diese Möglichkeit sei im Gutachten auch zu finden. Außerdem sollten Geschwindigkeitsmessgeräte angeschafft werden, um diese dort aufzustellen. Des Weiteren hält Reichau eine Bedarfsampel an der Hauptstraße für „sehr sicher“. Einen Kreisel hält die SPD hingegen für „nicht wirtschaftlich“. Dabei sei de Pflegeaufwand zu bedenken, auch die Versiegelung von Flächen nannte Reichau als Nachteil.

 „Aus unserer Sicht ist das Gutachten eindeutig“, meinte CDU-Sprecherin Martina Lohmann (CDU), die sagte, es gebe ohnehin nicht genug Platz für eine Ampel. Nur mit einem Kreisel könne die Sicherheit gewährleistet werden. „Wir sind seit über zehn Jahren an dem Thema dran“, klagte Lohmann darüber, dass nichts passiere. „An keiner anderen Stelle sind so viele Autos so schnell wie da“, sagte sie. Gerade 20 Minuten vor der Sitzung sei ein Radfahrer angefahren worden, berichtete Lohmann von einem Unfall, der laut Polizei geschah, weil eine Autofahrerin, die aus der Birkenallee kam, den Mann übersehen hatte. „Es ist traurig, dass Martina nicht in der SPD ist“, sagte Lohmanns Fraktionskollege Hinrich Gottschalk, „sonst hätten wir den Kreisel schon.“

Friedrich Deventer (Bündnis90/Die Grünen) ergriff hingegen Partei für die SPD. Er könne Reichau zustimmen. Es sei nicht angemessen „diese Situation mit Maßnahmen zu belegen, die dann Maßstab für alle Kommunen wäre“.

 Bürgermeister Manfred Kesselring betonte, dass dennoch „alle ein Interesse an einer Lösung haben“. Jens Christian Möller (WIR) forderte, was laut Kesselring auch der Verwaltungsausschuss empfohlen hatte: Eine Kostenermittlung soll klären, mit welchen Ausgaben zu rechnen ist. Dass die Gemeinde Geld in die Hand nehmen wolle, um die Situation in Südhorsten zu entschärfen, versicherte Kesselring. Außerdem stehen 200000 Euro bereits im Haushalt, wie Lohmann erinnerte. Und für einen Kreisel würde es zusätzlich Fördergeld geben. bab

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