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Gemeinderat diskutiert über Maßnahmen

Verkehrsberuhigung an der K 18 Gemeinderat diskutiert über Maßnahmen

Dass es am Südhorster Ortseingang aus Richtung Gelldorf eine Verkehrsberuhigung braucht, darüber ist sich der Helpser Gemeinderat einig. Ob aber ein Kreisel, ein Fahrbahnteiler oder eine ganz andere Variante die beste Lösung ist, darüber konnten sich die Ratsmitglieder in der jüngsten öffentlichen Sitzung keine einheitliche Meinung bilden.

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Könnte ein Kreisel oder ein Fahrbahnteiler den Verkehr am Ortseingang von Südhorsten bremsen?

Quelle: kil

Helpsen. Mögliche Alternativen sollen nach dem Vorschlag von CDU-Ratsfrau Martina Lohmann noch einmal im Bauausschuss mit den zuständigen Vertretern des Landkreises erörtert werden, lautete schließlich der Beschluss.
Schon bei der Bauausschusssitzung im Juli hatte es geteilte Meinungen zur Notwendigkeit und Finanzierbarkeit eines Kreisels gegeben, der die Gemeinde rund 100 000 bis 150 000 Euro kosten würde. Lohmann, die die Idee ins Spiel gebracht hatte, lenkte im Rat ein: „Vielleicht gibt es noch andere, günstigere Möglichkeiten“ als einen Kreisel, sagte sie und machte zugleich klar, dass ein Fahrbahnteiler, also eine Verkehrsinsel, keine Lösung sei.
Zwischenzeitlich habe sie ein Meinungsbild der Bürger eingeholt. Fast alle sähen an der Kreuzung drei Probleme. Zu hohe Geschwindigkeit: Bei einer Messung seien in der 50er-Zone täglich zehn bis 20 Fahrer mehr als 100 Stundenkilometer gefahren. „Das müssen wir in den Griff kriegen“, machte die CDU-Politikerin deutlich. Das zweite Problem bestehe in der Verschwenkung von Dorfstraße und Birkenallee. Wenn aus beiden Straßen Autos links auf die K18 abbiegen, komme es häufig zu Irritationen. Drittens: Die Kinder müssten auf ihrem Schulweg die Hauptstraße queren. Eine Insel, so Lohmann, würde höchstens die Geschwindigkeit ein wenig drosseln, die anderen Probleme blieben.
Klar gegen den Kreisels positionierte sich die SPD. Ratsfrau Kerstin Reichau: Ein Kreisel sei „nicht notwendig“ und „finanziell nicht akzeptabel“. Eine Insel mit Querungshilfe sei ausreichend und günstiger. Raser könnten durch nur einen Kreisel ohnehin nicht gestoppt werden, denn „die rasen ja weiter“.
Grünen-Ratsherr Friedrich Deventer äußerte sich ebenfalls skeptisch zur Kreiselidee. Er mahnte an, „nicht an einer Stelle eine halbe Millionen Euro zu verbauen,“ während es an anderen Stellen vielleicht noch mehr Bedarf gebe. Zum Beispiel gebe es an der Grünen Mitte in Kirchhorsten viele Beinah-Unfälle.
Konsens gab es dagegen in zwei anderen Punkten. Die Gemeinde hatte angeregt, den Ausbau des Radweges an der K 18 nicht mit dem Abschnitt von Gelldorf nach Südhorsten zu beginnen, sondern den Bereich von Kirchhorsten nach Südhorsten vorzuziehen. Gemeindedirektor Ditmar Köritz erklärte: Aufgrund der Neuordnung der Einzugsbereiche habe sich der Schulweg in Richtung Stadthagen verlagert und nicht mehr Richtung Bückeburg, sodass diese Strecke stärker von Schülern genutzt werde. Für den Weg von Gelldorf nach Südhorsten könne zunächst auf den parallelen Wirtschaftsweg ausgewichen werden.
Zudem stimmte der Rat dafür, den Schulweg mit einem Gehweg an der Dorfstraße bis zur K 18 sowie mit zwei Querungshilfen an den Ortseingängen von Südhorsten und Kirchhorsten sicherer zu gestalten. Baulastträger ist der Landkreis.

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