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Großer Knall als Erlösung

Helpsen Großer Knall als Erlösung

Turbulente Zeiten liegen hinter dem TV Bergkrug. Gut vier Monate ist es jetzt her, dass der Vorsitzende Jörn Wagener und sein Stellvertreter Werner Metschke nach vielen Quärelen und einer mehrstündigen Mitgliederversammlung von ihren Posten zurückgetreten sind. Der neue Vorstand hat sich mittlerweile gut eingearbeitet und den Verein wieder auf Kurs gebracht.

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Quelle: SN

Helpsen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Otfried Brützel, der im April zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde. „Der große Knall war die Erlösung“, sagt er über den Streit, der den Verein im Frühjahr vor eine große Zerreißprobe gestellt hatte. Vereinsintern hatte es mächtig gekracht. Ein Abwahlantrag gegen die Führungsspitze brachte den Konflikt zum eskalieren, bis dieser schließlich vor Gericht landete. Der damalige TVB-Vorsitzende hatte seinen Kritikern bei Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu 250000 Euro verbieten lassen wollen, die in seinem Abwahlantrag genannte Kritikpunkte zu wiederholen. Im Raum standen unter anderem Vorwürfe, denen zufolge Wagener in der Vereinszeitung unrichtige Tatsachen über den Verein behauptet und Mitglieder sowie Vereinsfremde diskreditiert haben soll. Seine Klage zog der damalige Vorsitzende letztlich von selbst zurück, nachdem der Richter ihm unmissverständlich klar gemacht hatte, dass seine Unterlassungsklage nicht den Hauch einer Chance habe.

 All das liegt nun hinter dem Verein, freut sich Brützel. Der neue Vorstand sei mit dem Auftrag gewählt worden, auch „die Umgangsformen im Verein, die durch zwei Mitglieder des alten Vorstandes stark gelitten haben, wieder in eine faire, sportliche und freundliche Form zu bringen“, heißt es dazu im Rundbrief, den alle Vereinsmitglieder in diesem Sommer erhalten haben.

 Noch nicht ganz geklärt ist die Frage, ob der Verein gegen Wagener und Metschke ein Ausschlussverfahren wegen vereinsschädigenden Verhaltens einleiten soll. „Wir wollen erstmal abwarten“, sagt Brützel. Ein Kontakt zur ehemaligen Führungsspitze des TVB bestehe heute nicht mehr. Gespräche machten Brützel zufolge keinen Sinn mehr.

 Wenn sich in nächster Zeit aber keine weiteren Probleme ergeben würden, dann sollen die beiden eben Mitglieder im Verein bleiben, meint der neue Vorsitzende. Ein wenig problematisch sei es, dass Metschke immer sehr engagiert in der Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit war. Da sei es schade, dass so jemand nun Außen vor bleiben müsse. Aber auch noch so großes Engagement gebe einem nicht das Recht, sich so zu verhalten.

 So oder so, der Verein blickt jetzt wieder positiv in die Zukunft. Einige Neuerungen hat es unter der neuen Spitze auch schon gegeben. So wurde eine neue Abteilung für Jazz-Dance und Aerobik gegründet. Da es weitere Überlegungen gebe, die Angebotspalette zu erweitern, die jetzigen Hallenzeiten aber nicht ausreichten, versuche man momentan, alternative Hallenzeiten im Südhorster Sportheim zu finden. Nicht neu, aber seit längerem mal wieder geplant, ist zudem ein Vereinsball im kommenden Jahr. Da können die rund 850 Mitglieder dann ihren Neubeginn einmal richtig feiern. kil

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