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Bürger haben Angst

Verkehrssituation macht Sorgen Bürger haben Angst

Die Verkehrssituation am Südhorster Ortseingang bewegt die Bürger. Ein Dutzend Gäste ist zur Sitzung des Helpser Rates gekommen, um die Debatte über einen Kreisel oder andere Optionen zur Verkehrsberuhigung zu verfolgen.

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Viele Autos halten sich auf der K 18 nicht an die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer. Das besorgt vor allem die Eltern der Schulkinder, die dort täglich in den Bus ein- und aussteigen.

Quelle: kil

Helpsen. In der Einwohnerfragestunde machten sie deutlich: „Die Bürger sollten stärker einbezogen werden.“

Wie berichtet, diskutieren die politischen Gremien seit Längerem über die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich von K18, Dorfstraße und Birkenallee. Dass die meisten Autos dort viel zu schnell fahren – darüber sind sich die Politiker einig. Um besonders die Kinder, die an der Bushaltestelle ein und aussteigen und täglich die Hauptstraße queren müssen, zu schützen, will die Gemeinde etwas unternehmen. Was genau, ist noch offen.

Konkrete Planungsvorlage und Kostenermittlung

Im Gespräch waren unterschiedliche Varianten: großer Kreisel, Mini-Kreisel, ein Fahrbahnteiler mit Verschwenkung oder eine Querungshilfe auf Höhe der Bushaltestelle. Die letzte Lösung wurde im Bauausschuss angeregt. Auch der Verwaltungsausschuss hat empfohlen, für diese Option eine konkrete Planungsvorlage und Kostenermittlung zu erstellen, bevor endgültig darüber entschieden wird. Bei drei Enthaltungen aus den CDU-Reihen hat sich der Rat dafür ausgesprochen.

Der Antrag von Martina Lohmann (CDU), die Planung „ergebnisoffen“ durchzuführen, wurde mit sechs Gegenstimmen abgelehnt. Das machte nicht nur die CDU-Chefin ärgerlich, sondern stieß auch auf Unverständnis der Bürger. Vor allem junge Eltern waren gekommen, um ihre Sorgen zu erklären. „Ich verstehe beim besten Willen nicht, dass nicht alle Lösungen geprüft werden“, stellte eine Mutter klar. Insgesamt machten die Eltern deutlich: „Wir haben Angst, unsere Kinder alleine zum Bus gehen zu lassen.“ Einige der Bürger berichteten von Beinahunfällen und anderen brenzligen Situationen. Es fielen Sätze wie „Der Kreisel ist eine Wunderwaffe und die wirksamste Verkehrsbremse.“ „Bitte überdenkt das nochmal.“ „Ich habe vermisst, dass die Bürger befragt wurden.“

Die Bürger wollen einen Kreisel

Nach Angaben von Lohmann werde ein Kreisel mit bis zu 70 Prozent gefördert. Die Gemeinde müsste maximal 160000 Euro zahlen. Die Bürger waren mehrheitlich für einen Kreisel und boten sogar an: „Wir würden auch etwas dazugeben.“

Zum Schluss wollte eine Bürgerin von den Politikern wissen: „Ist dass das normale Schaumburg-Lipper Sparmodell?“ Bürgermeister Manfred Kesselring (SPD) wehrte sich: Helpsen müsse sich nicht vorwerfen lassen, knausrig zu sein. Man habe immer viel in die Infrastruktur gesteckt. Aber: Die Ratsmitglieder hätten auch die Aufgabe, um über eine vernünftige Verwendung der Steuergelder zu entscheiden. Und Ratsherr Ernst Wilkening (CDU) sagte: „Wir machen es uns nicht leicht. Wir versuchen nur, das Bestmögliche aus der Sache rauszuholen.“

Zum Schluss sicherte Kesselring den Bürgern zu, ihre Anregungen in den nächsten Gesprächen aufzunehmen.

Weiterhin stimmte der Rat einstimmig dafür, den Radweg an der K18 zwischen Südhorsten und Gelldorf zu bauen, inklusive zwei Querungshilfen an den Ortseingängen. Zuständig ist der Landkreis. Zudem soll ein Gehweg zwischen Schulweg und K18 einschließlich Querungshilfe gebaut werden. Der Gehweg kostet Helpsen vermutlich 12000 Euro. Die Insel zahlt der Landkreis. kil

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