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Hochwasserschutz für den Wolfskamp

Helpsen / Interessengemeinschaft Hochwasserschutz für den Wolfskamp

Die Debatte um die Festsetzung des Überschwemmungsgebiets der Gehle hat für einige Bewohner der Gemeinde Helpsen möglicherweise segensreiche Auswirkungen. Eine Interessengemeinschaft von 27 Grundstückseigentümern fordert Hochwasserschutz für den Wolfskamp. Die Chancen auf Erfolg stehen scheinbar nicht schlecht.

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Horst Struckmann (von links), Simone Jaschke und Dieter Kleinert an der Stelle, wo eine Schutzwand entstehen soll. © gus

Helpsen (gus). Mit Unbehagen denken die Wolfskamp-Anlieger an das Hochwasser Ende August 2010 zurück. Lediglich drei Keller an der Straße blieben trocken, als die Gehle nach tagelangem Regen über die Ufer trat. Dass der Wolfskamp ein Überschwemmungsgebiet ist, sehen die Mitglieder der Interessengemeinschaft ein. Nach jetzigen Stand der Dinge. Dieser Status quo soll sich aber nach dem Willen der „Wolfskamper“ ändern.

Ein Schutzwall oder eine Schutzmauer soll her, fordern Simone Jaschke, Dieter Kleinert und Horst Struckmann stellvertretend für ihre 27 Mitstreiter. Im Gespräch mit dieser Zeitung präzisierten sie ihren Wunsch. Als vor Jahrzehnten die Entwässerungsanlage installiert worden sei, habe es das Wohngebiet Rauer Kamp noch nicht gegeben. Weil also mittlerweile mehr Grundstücke zu entwässern seien, aber mehr Boden versiegelt worden sei, reiche die Kapazität der Kanalrohre nicht mehr aus.

Dies gehe vor allem zulasten des Wolfskamps, wo – vier benachbarte Grundstücke einbezogen – 27 Eigentümer regelmäßig mit Hochwasserproblemen zu kämpfen haben. Nirgends sonst in der Gemeinde ist eine solche Ballung festzustellen. Dies beleget die Ausweisung des Überschwemmungsgebiets, das derzeit zur Diskussion steht.

Was für das Unternehmen Hautau getan wurde, muss auch für 27 Grundstückseigentümer möglich sein, meint Jaschke. Damit verweist sie auf den Bau eines Regenrückhaltebeckens, damit der Beschlaghersteller bei Südhorsten seinen Neubau errichten konnte. Für den Wolfskamp soll nun auch eine Spundwand oder ein Wall errichtet, anderswo soll zusätzliche Retensionsfläche geschaffen werden. Der zusätzliche Stauraum ist wichtig, damit nicht andere Grundstücke das Wasser abbekommen, das sonst bei starkem Niederschlag in den Wolfskamp dringt.

50.000 Euro hat die Gemeinde für das Regenbecken für den Hautau-Neubau aus eigener Tasche bezahlt. Wie teuer die Schutzmaßnahmen für den Wolfskamp werden, soll der Gemeinderat erörtern lassen. Dieser ist bereits mit der Interessengemeinschaft in Kontakt. Als deren „verlängerter Arm“ fungiert Struckmann, der SPD-Ratsherr ist. Er schätzt das Ansinnen der Menschen am Wolfskamp als umsetzbar ein und vermutet breiten Zuspruch aus dem Rat. Sofern der Hochwasserschutz finanzierbar ist.

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