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IGS zeigt sich bunt

„Schule ohne Rassismus“ IGS zeigt sich bunt

Das Schild für eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hängt bereits über dem Eingang der IGS Helpsen. „Jetzt geht es darum, den Gedanken, der dahinter steht, am Leben zu halten“, erklärt die didaktische Leiterin der IGS, Carolin Gümmer-Miethe.

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Hand drauf: Die jüngsten IGS-Schüler verewigen sich auf einem großen Laken mit dem Motto „Wir sind bunt“.

Quelle: kil

Helpsen. Um das in die Praxis umzusetzen, hat die Schule eine Projektwoche für alle Fünft- bis Zehntklässler gestaltet.

 „Wir wollen sozusagen den Horizont der Schüler für mehr Toleranz öffnen“, sagt Gümmer-Miethe. Sieben Tage lang beschäftigen sich die Jugendlichen mit dem Thema Rassismus und Courage auf unterschiedlichen Ebenen. Die einen proben ein Musical über einen ausgegrenzten Jungen, andere beschäftigen sich mit dem Thema Gewalt in Computerspielen, und wieder andere bekommen von Arie Rosen vom Verein „Kulturelle Begegnungen“ spannende Einblicke in das Judentum. Über allem stehen immer die Fragen: Was verbirgt sich eigentlich hinter Begriffen wie Demokratie, Rassismus und Courage? Wie gehe ich mit Konflikten um? Was ist überhaupt Mobbing? Und wie kann ich eingreifen, wenn ich mitbekomme, dass jemand anderes diskriminiert wird?

 Die Schüler, so Gümmer-Miethe, sollen dadurch auch einen respektvollen Umgang miteinander lernen. Denn mit dem Erlangen des Titels „Schule ohne Rassismus“ sei das Projekt noch längst nicht am Ende. Nun gehe es darum, die Ziele und Wertvorstellungen auf lange Sicht im Schulleben zu verankern.

 Während die Aktionen in den unteren Jahrgangsstufen noch relativ spielerisch ablaufen, setzen sich die neunten Klassen zum Beispiel mit dem Thema Rechtsextremismus und Demokratie auseinander. Für Annika (14) und Vivien (16) steht unter anderem der Film „Die Kriegerin“ auf dem Stundenplan. Dabei gehe es um eine junge Frau, die zuerst in die rechte Szene abrutscht, letztlich aber wieder den Weg heraus findet. „Es ist schwierig, da wieder rauszukommen, aber es ist machbar“ – Diese Erkenntnis zieht Vivien aus dem Film.

 Und Annika berichtet, sie habe gelernt, dass man sich vorher über die Klientel, in der

 man sich bewegt, informieren sollte. Ihr Fazit der Projekttage: „Egal, wie ein Mensch aussieht, welche Religion er hat und wo er herkommt: Hauptsache man behandelt ihn so wie alle anderen auch.“ Die Projektwoche mache Spaß und man lerne etwas dabei, sagen die Schülerinnen. „Vorher wusste ich relativ wenig über die rechte Szene“, schildert die 14-Jährige. Erschreckend findet sie, was sie über die heutige Hooliganszene erfahren hat.

 Am Freitag zwischen 15 und 18 Uhr stellen die Schüler ihre Ergebnisse den Eltern und Co. vor.kil

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