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Kesselring ist neuer Bürgermeister

Helpsen / Wahl Kesselring ist neuer Bürgermeister

Die Gemeinde Helpsen hat einen neuen Bürgermeister: Manfred Kesselring ist vom Gemeinderat auf den Posten gewählt worden. Die mit einiger Spannung erwartete Abstimmung verlief weitgehend unspektakulär.

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Martina Lohmann gratuliert Manfred Kesselring zur gewonnenen Wahl. © gus

Helpsen (gus). Zwar wurde geheim gewählt, jedes Ratsmitglied musste einzeln in einem Nebenraum sein Kreuzchen machen. Doch das Ergebnis fiel entsprechend der Sitzverteilung aus: Acht Stimmen für Kesselring, fünf Stimmen für Martina Lohmann (CDU, Bündnis 2011).

Damit tritt Kesselring die Nachfolge Adolf Neitsch’ an, der sich nach 39 Jahren als Bürgermeister zurückzieht. Allerdings wird der Amtswechsel offiziell erst am 30. April vollzogen. Bis dahin bleibt Neitsch im Amt.

Bei der Wahl zum „ersten“ stellvertretenden Bürgermeister trat erneut Lohmann an, diesmal gegen Neitsch. Das Bündnis 2011 beanspruchte den „ersten“ Stellvertreterposten, weil dieser bis 2006 stets der zweitstärksten Fraktion im Rat, also der CDU, zugestanden habe. Trotzdem trat der scheidende Bürgermeister gegen die CDU-Kandidatin an.

Es wurde erneut geheim gewählt. Von den 13 Ratsmitgliedern wählten acht Adolf Neitsch, fünf Lohmann. Kesselring gratulierte seinem künftigen Stellvertreter „zur Degradierung“, wie Neitsch spaßhaft formulierte. „Zweite“ Stellvertreterin bleibt Lohmann, die dieses Amt vor zwei Jahren von Reinhard Schaal übernommen hatte. Seinerzeit gegen die Stimmen der SPD.

Geschlossen wählte der Rat Kesselring auch zum stellvertretenden Gemeindedirektor. Neitsch behält seine Zugehörigkeit zum Kindergartenausschuss. Dort ersetzt er die bisherige Stellvertreterin, Kerstin Reichau (SPD). Als Bürgermeister hatte Neitsch dem Gremium Kraft Amtes angehört. Für den Sommer ist die Eröffnung der neu gebauten Krippe auf dem Bergkrug geplant.

Der scheidende Bürgermeister nannte persönliche Gründe für seinen Rückzug. „Mehr möchte ich dazu auch nicht sagen“, so Neitsch. Horst Struckmann (SPD) dankte dem Parteigenossen, der seit 39 Jahren die Geschicke der Gemeinde gelenkt habe. „Ich kenne gar keinen anderen Bürgermeister in Helpsen“, strich Struckmann heraus.

Kesselring sagte, es sei eine „große Ehre“, auf diesen Posten gewählt worden zu sein. Er respektiere das Votum der Bündnis 2011-Politiker. Er strebe eine gute Zusammenarbeit mit allen an. Einen Vergleich mit Neitsch strebe er nicht an, dieser habe Helpsen zu dem gemacht, was es ist. „Ich sehe der Zukunft positiv entgegen“, sagte Kesselring.

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