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Helpsen Kreisel für Südhorsten?
Schaumburg Nienstädt Helpsen Kreisel für Südhorsten?
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00:25 11.07.2015
Raser sollen am Ortseingang von Südhorsten in Richtung gelldorf langsamer fahren: Ein Kreisel an der Kreuzung von Dorfstraße, Birkenallee und K 18 könnte den Verkehr bremsen. Quelle: kil
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Helpsen (kil)

Dieser würde nach Angaben eines Vertreters der Straßenbaubehörde vom Landkreis rund 400 000 Euro kosten. Sollte die Gemeinde in diesem Fall Fördermittel des Landes kassieren, würde der Eigenanteil der Kommune noch bei 30 Prozent liegen.
Grundsätzliche Zustimmung fand der Verkehrskreisel von Martina Lohmann (CDU). Der Kreisel würde die „rasenden Autos“ bremsen und den Fußgängern auf allen Seiten eine sichere Querung mittels Zebrastreifen bieten, erläuterte sie.
Gegenwind bekam sie von Friedrich Deventer (Grüne). Es gehe ihm „auf den Zeiger“, dass man immer, wenn es Zuschüsse abzugreifen gebe, sofort meint, zugreifen zu müssen. Auch, wenn es vielleicht kostengünstigere und sinnvollere Varianten gebe. „Das Geld fehlt doch dann an anderen Stellen“, sagte er. „Unserer Gemeinde geht es doch im Gegensatz zu anderen noch gut.“ Warum also unnötig Fördermittel einsacken? Sein Vorschlag: Am Ortseingang irgendeine Form von „Verkehrsbremse“ installieren. So würden sich die vorhandenen Gefahrenpunkte auch entschärfen.
Zudem sprach sich Deventer für die von der Straßenbauverwaltung vorgeschlagene Querungshilfe auf der Dorfstraße aus. Diese soll den Schülern, die vom Schulweg aus über die Dorfstraße müssen, um zur Bushaltestelle an der Hauptstraße (K18) zu gelangen, ein sicheres Wechseln der Straßenseite ermöglichen.
All diese Maßnahmen zusammengerechnet, erwiderte Lohmann daraufhin, würden für die Gemeinde aber auch nicht günstiger werden als der Kreisel. „Und wenn es Zuschüsse gibt, sollten wir sie nutzen. Sonst machen es andere.“ Nach der Sitzung äußerte die CDU-Politikerin gegenüber unserer Zeitung allerdings Zweifel an der Kreisel-Variante, die in der Sitzung vorgestellt worden war. Der 30-Meter-Kreisel sei doch ein ziemlicher „Brocken“, meinte Lohmann.
Möglicherweise könnte man über eine kleinere Variante oder weitere Alternativen nachdenken. Dass etwas geschehen müsse, stehe aber fest. Geschwindigkeitsmessungen hätten ergeben, dass im Bereich der Bushaltestellen an einem Tag rund 20 Autos schneller als 100 Stundenkilometer gefahren waren – innerhalb geschlossener Ortschaft. 

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