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Lohmann tritt gegen Kesselring an

Helpsen / Bürgermeisterwahl Lohmann tritt gegen Kesselring an

In der Helpser Gemeindeverwaltung kommt es am Dienstag, 19. April, wohl zu einer Kampfabstimmung um das Amt des Bürgermeisters. Die Gruppe Bündnis 2011 (CDU/Grüne) schickt Martina Lohmann als Gegenkandidatin ins Rennen. Das hat Ratsherr Friedrich Deventer (Grüne) mitgeteilt. Für die SPD tritt Manfred Kesselring zur Abstimmung an.

Helpsen (gus). Der langjährige Bürgermeister, Adolf Neitsch, hat angekündigt, seine letzte Amtszeit abzukürzen. Er will zwar bis zur Kommunalwahl am 11. September dieses Jahres als stellvertretender Bürgermeister fungieren, doch den Chefposten soll Kesselring übernehmen. Doch der an sich unproblematische Ämterwechsel dürfte nicht zur Formalie geraten.

Zwar hat die SPD mit acht Sitzen die deutliche Mehrheit im Helpser Rat, das Bündnis 2011 kommt nur auf fünf Mandate. Trotzdem ist allein der Vorgang bemerkenswert, dass angesichts einer solchen Konstellation Kandidaten zweier Lager gegeneinander antreten. Lohmann gilt auch als erste Anwärterin auf die „Spitzenkandidatur“ des Bündnisses für die Kommunalwahl. Somit setzten CDU und Grüne bereits jetzt ein Zeichen der Geschlossenheit.

Im Falle einer Niederlage Lohmanns am Dienstag soll diese auf den so genannten ersten Stellvertreterposten gewählt werden. Damit, so Deventer, würde die ursprüngliche „parlamentarische Ordnung“ wieder hergestellt, die im Helpser Rat bis zur aktuellen Wahlperiode galt: Die zweitstärkste Fraktion stellt den „ersten Stellvertreter“.

2006 war hingegen Kesselring, der seinerzeit bereits als wahrscheinlicher Nachfolger von Neitsch gehandelt wurde, als „erster Stellvertreter“ abgesegnet worden. Reinhard Schaal (CDU) rückte auf den Posten des „zweiten Stellvertreters“. Als solchen „beerbte“ ihn Lohmann im Frühjahr 2009, zur Mitte der Ratsperiode.

Auch wenn es sich um eine rein formale, nicht um eine hierarchische Abstufung handelt, will das Bündnis 2011 die frühere Reihenfolge wieder herstellen. Allerdings hatte Neitsch bei seiner Ankündigung, Stellvertreter Kesselrings werden zu wollen, nicht formuliert, ob er auch mit dem „zweiten“ Vizeposten einverstanden wäre.

Es wäre in Helpsen nicht das erste Mal, wenn es am Dienstag bei derartigen Abstimmungen - wie sonst üblich - keine großen Mehrheiten geben sollte. Bei Lohmanns Wahl zur Stellvertreterin in 2009 wählte sie nicht etwa der gesamte Rat, die SPD verweigerte die Zustimmung, obwohl es Sache der CDU gewesen war, wen sie für den Posten aufstellte. Erst im zweiten Wahlgang kam Lohmann durch. Einen Gegenkandidaten hatte es seinerzeit nicht gegeben.

Die Abstimmungen am Dienstag müssen geheim ablaufen, weil mehrere Kandidaten zur Wahl stehen. Bei einer öffentlichen Abstimmung per Handheben ist es unwahrscheinlich, dass Abweichler aus dem Fraktionszwang ausscheren.

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