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Mehrheit stimmt gegen Kreisel

Helpser Bauauschuss Mehrheit stimmt gegen Kreisel

Nach einer regen Diskussion hat sich der Helpser Bauausschuss mit drei zu zwei Stimmen gegen einen Kreisel an der K18 in Südhorsten und für die Errichtung von zwei Querungshilfen ausgesprochen.

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Wie können die Autos an der Ortseinfahrt gebremst werden? Diese Frage wird derzeit in Helpsen diskutiert.

Quelle: kil

Helpsen. Ziel ist die Verkehrsberuhigung und Schulwegsicherung am Ortseingang aus Richtung Gelldorf.

Einig waren sich hingegen alle, dass der Radwegausbau entlang der K18 zunächst zwischen Südhorsten und Kirchhorsten erfolgen soll und nicht, wie zuerst geplant, zwischen Südhorsten und Gelldorf (wir berichteten). Vor 2018 wäre nach Angaben des Landkreises als Träger der Baumaßnahme allerdings nicht mit einem Baubeginn zu rechnen.

Erste öffentliche Gespräche über einen Kreisel hat es in den politischen Gremien der Gemeinde Helpsen schon im Sommer gegeben (wir berichteten), weil viele Autos nach Ansicht einiger Politiker an der besagten Schnittstelle von K18, Dorfstraße und Birkenallee viel zu schnell fahren würden. Besonders Ratsfrau Martina Lohmann (CDU) machte sich für den Bau eines Kreisels stark. Sie war auch als Gast zur Sitzung des Bauausschusses gekommen und hielt an ihrer Meinung fest: Der Kreisel sei die beste Lösung.

Auch Vertreter des Landkreises und der Straßenbauverwaltung Hameln nahmen an der Sitzung teil, um den Ausschussmitgliedern die Optionen und Kosten zu erläutern.

Am Ende standen zwei Varianten zur Diskussion: Ein kleiner Kreisel am Knotenpunkt für geschätzte 200000 Euro. Dabei müsste die Gemeinde allerdings zusätzliche Verkehrsinseln zur Fußgängerquerung an allen vier „Armen“ bauen lassen. Bei einem Kreisel könnte Helpsen mit Zuschüssen des Landes von etwa 70 Prozent rechnen. 30 Prozent müsste die Gemeinde selbst tragen. Wie der Vertreter der Straßenbauverwaltung erklärte würde die Landesbehörde an dieser Stelle nie von sich aus einen Kreisel bauen – unter anderem, weil es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt handelt. Ein großer Kreisel mit einem Durchmesser von etwa acht Metern würde sogar rund 350000 Euro kosten.

Hinrich Gottschalk (CDU) und Jörg Dornbusch (SPD) stimmten für eine kleinere Kreisel-Variante. Friedrich Deventer (Grüne) machte deutlich, dass er nicht glaube, dass ein solch kleiner und flacher Kreisel die gewünschte Verkehrsbremse bringen würde. Manche Autos würden einfach darüber fahren, meinte er. Zudem mahnte Deventer wiederholt an, die Entscheidung nicht bloß von der Höhe der Fördermittel abhängig zu machen. Seiner Meinung nach stehe das Verkehrsproblem nicht im Verhältnis zu den Kosten. Das Geld könnte an anderen Stellen besser investiert werden.

Der Grünen-Politiker sowie die Sozialdemokraten Olaf Schaal und Sylvia Blume stimmten für die zweite Variante: Neben einem Gehweg entlang der Schulstraße und einer Querungshilfe über dieselbe Straße soll mittig der K18 auf Höhe der Bushaltestelle eine weitere Querungshilfe erstellt werden. Bei dieser Variante würde man auf die Busbucht verzichten und den Bus auf der Straße halten lassen. Autofahrer könnten den haltenden Bus dann legal nicht überholen, was wiederum den Verkehr am Ortseingang bremsen könnte. Eine Querungshilfe kostet nach Angaben der Experten rund 100000 Euro, weil die gesamte Straße dabei verbreitert werden muss.

Als nächstes wird das Thema im Verwaltungsausschuss und im Gemeinderat (10. März) besprochen und entschieden. kil

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