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Nazi-Parolen am Bahnhof aufgetaucht

Kirchhorsten / Keine aktive rechte Szene in Helpsen Nazi-Parolen am Bahnhof aufgetaucht

Am Bahnhof in Kirchhorsten sind in dieser Woche Schmierereien mit rechtsradikalem Inhalt aufgetaucht. Unbekannte sprühten den Schriftzug „Trauermarsch Bad Nenndorf. Aktiv werden“ mehrfach auf Wände des Bahn-Areals und auf einen Container.

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Kirchhorsten (gus). Mit den Worten wollten der oder die Verfasser offensichtlich zur Teilnahme an der als „Trauermarsch“ romantisierten Neonazi-Demonstration in Bad Nenndorf aufrufen.

Ganz eindeutig ist die Formulierung dem Verfasser oder den Verfassern zwar nicht gelungen, doch dürfte auszuschließen sein, dass Linksgerichtete, also Gegner des Aufmarsches der Rechten, die verfälschende Vokabel „Trauermarsch“ verwenden würden.

Wer dafür verantwortlich ist, konnte bislang nicht geklärt werden. Helpsens Bürgermeister, Manfred Kesselring, kündigte an, die Schmierereien schnellstmöglich entfernen zu lassen. Zwar sei eigentlich die Deutsche Bahn dafür verantwortlich, doch wolle die Gemeinde die Parolen „auf dem kurzen Dienstweg“ verschwinden lassen. Der Bauhof solle sich darum kümmern. Außerdem informierte der Bürgermeister die zuständige Polizeistation.

Eine aktive rechtsradikale Szene gibt es nach dem Wissen Kesselrings in der Gemeinde Helpsen indes nicht. Ab und zu seien bislang Handzettel mit rechtsradikalem Gedankengut aufgetaucht. Von Schmierereien, wie sie jetzt aufgetaucht sind, wurde die Gemeinde laut Kesselring bisher aber verschont.

Und das gelte nicht nur für Nazi-Parolen, sondern auch für das Geschmiere anders Gesinnter. Da gebe es Bahnhöfe in der näheren Umgebung, die regelrecht schlimm aussehen, während der Kirchhorster Zug-Stopp geradezu sauber geblieben ist.
Erst vor wenigen Wochen hatte es allerdings bereits einen fall von Vandalismus an der Bahnanlage gegeben. Seinerzeit traten eine junge Frau und ein junger Mann eine Glasscheibe eines Wartehäuschens kaputt. Das Paar war seinerzeit laut Polizeibericht scheinbar betrunken.

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