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Schüler drillen Schüler

Einblick in die Ausbildung Schüler drillen Schüler

Wer heute Landwirt werden möchte, muss keine Angst vor Arbeitslosigkeit haben, dafür aber ein breites Wissen in diversen Bereichen. Das reicht von Ökologie und Biologie über Betriebsmitteleinkauf, Gesetzesvorgaben, Lagerung bis zur Vermarktung. Schüler der Justus-von-Liebig-Schule in Hannover haben bei ihrem Feldtag in Helpsen Einblicke in die Ausbildung gegeben.

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Sind die Maschinen richtig eingestellt? Drillmaschine und Mähdrescher (kleines Bild) werden von den Schülern beurteilt. 

Quelle: BAB

HELPSEN. „Ich wüsste nicht, dass wir arbeitslose Schulabgänger haben“, sagt Christian Wehling, Berufsschullehrer an Schule in Hannover, aber „die Ausbildung wird unterschätzt“, erklärt er. „Die Landwirtschaft ist sehr vielfältig“, nennt Arndt Kopczinsky, angehender Betriebswirt Agrar, den Grund. Beide haben sich auf dem Feld von Landwirt Hinrich Gottschalk zwischen Kirchhorsten und Südhorsten eingefunden, wo die Justus-von-Liebig-Schule ihren Praxistag veranstaltet.

Die Schule setzt bei der Ausbildung darauf, dass angehende Betriebswirte Agrar wie Kopczinsky sich auch in ihrer Funktion als künftige Ausbilder einmal ausprobieren. 26 künftige Betriebswirte haben deshalb für diesen Tag eine überbetriebliche Weiterbildung für 55 Auszubildende aus dem zweiten und dritten Lehrjahr ausgearbeitet und umgesetzt. „Die älteren Schüler haben die Stationen selbst entwickelt“, sagt Wehling.

Auch Politik, Deutsch, Englisch und EDV auf dem Stundenplan

„Stationen“ bedeutet schweres Gerät: Mähdrescher, Drillmaschine und Grubber. Die Auszubildenden müssen die optimale Einstellung der Maschinen herausfinden, die Leistung der Fahrzeuge an die Gegebenheiten anpassen und im Falle des Falles auch mal Defekte beheben. Dass dies nur eine Momentaufnahme der umfangreichen Ausbildung ist, können Wehling und Kopczinsky nur immer wieder betonen. Nicht nur alles rund um Land- und Viehwirtschaft mit Tier- und Pflanzenkunde steht auf dem Stundenplan, auch Politik, Deutsch, Englisch und EDV gehören dazu.

Die Berufung zum Landwirt ist nicht jedem in die Wiege gelegt. 40 Prozent der Auszubildenden kommen nicht aus einem bäuerlichen Betrieb, überschlägt Wehling. „Ich komme selber nicht vom Hof“, sagt Kopczinsky. Seine Großeltern hätten einen Betrieb aufgeben müssen, weil er schließlich zu klein geworden sei. Obwohl eine gewisse Größe für die Wirtschaftlichkeit von Höfen gegeben sein müsse, „legen wir Wert auf nachhaltige Produktion“, sagt Wehling, der selbst noch Nebenerwerbslandwirtschaft betreibt. Denn die Ressourcen zu schonen, bewahre auch die Existenzgrundlage der Landwirtschaft. bab

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