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Sicher auf zwei Rädern

Fahrradtraining Sicher auf zwei Rädern

Was bedeutet das Spielstraßen-Schild? Auf welcher Straßenseite muss ich radeln? Und wer hat hier eigentlich Vorfahrt? All diesen und vielen weiteren Fragen sind Mittwochvormittag rund 15 Flüchtlinge in Helpsen nachgegangen.

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Bunt gemischte Gruppe: Junge und ältere Erwachsene und vor allem viele Kinder nehmen am Fahrradtraining teil.

Quelle: kil

Helpsen. Der Deutsche Fahrradclub ADFC hatte für die Migranten in der Gemeinde Helpsen und Umgebung ein Fahrradtraining auf die Beine gestellt. Anders als bei einer ähnlichen Aktion in Stadthagen, waren in Helpsen auch zahlreiche Kinder gekommen, freute sich Alfred May über die breite Alterspanne der Teilnehmer. Der Jüngste wagte sich mit fünf Jahren aufs Rad.

Zusammen mit seiner Frau Silvia hat May das Training initiiert. Beide gehören dem ehrenamtlichen Helferkreis Helpsen/Seggebruch an. Die Idee sei entstanden, weil Alfred May von Bekannten wiederholt gehört hatte, dass die Flüchtlinge „abenteuerlich“ auf ihren Rädern unterwegs seien. Diesen Vorwurf müssten sich May zufolge zwar auch viele Deutsche anhören, da der Helferkreis aber ohnehin die Fahrräder an die Flüchtlinge verteilt, hielt May es für sinnvoll, auch einen solchen Übungsvormittag anzubieten.

"Wir haben viel gelernt"

Bei den Teilnehmern kam die Aktion super an. Die 22-jährige Hemrin Isaa aus Syrien hat erst in Deutschland das Radfahren erlernt. In ihrer Heimat sei das nicht üblich, meint sie. Und der achtjährige Wasem erklärt: „Da gibt es auch keine extra Wege für Räder.“ Isaa dankte den Organisatoren für die gewonnenen Erfahrungen. „Wir haben viel gelernt“, sagte sie stellvertretend für die ganze Gruppe. „Es sind alle so hilfsbereit.“

Zuerst bekamen die Teilnehmer Broschüren in Arabisch, Deutsch und Farsi, in denen die Bedeutung der vielen Verkehrszeichen erklärt wird. Anschließend zeigten die ADFC-Mitglieder, wie ein verkehrstüchtiges Fahrrad ausgestattet sein sollte. Dann stieg die Gruppe auf ihre Räder, erst auf dem Helpser Schulgelände und später rund um den Bergkrug. Mitten im Verkehrsalltag klärten die Experten über die unterschiedlichen Regeln auf – angefangen von „Rechts vor Links“ bis hin zur Einbahnstraße.

"Das hier macht ganz viel Spaß"

Eva (9) berichtete, dass sie gelernt habe, „immer auf die Autos aufzupassen“ und Lavya (8) fügte noch hinzu: „und auf die Fußgänger.“ Eifrig dabei war auch Wasem: „Wir haben gelernt, dass man immer auf der rechten Seite fahren muss.“ Und: „Das hier macht ganz viel Spaß.“ Rama (9) hat schon an der SN-Aktion „Raus aus dem Toten Winkel“ an der Grundschule Nienstädt teilgenommen und sich davon einige Regeln für ein sicheres Verhalten im Verkehr gemerkt. Beim Fahrradtraining lernte sie weitere neue Dinge: „Ich weiß jetzt, welche Schilder was bedeuten und dass man im Dunkeln die Lampe anmachen muss.“ kil

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