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Sozialauswahl soll entscheiden

Priorität für Ganztagsplätze Sozialauswahl soll entscheiden

In der Kindertagesstätte Bergkrug gibt es mehr Anmeldungen für Ganztagsplätze als vorhanden. Zum neuen Jahr müsste die Gemeinde sechs Kinder ablehnen. Um eine Regel dafür zu finden, nach welcher Priorität die Kinder aufgenommen werden will der Helpser Rat jetzt eine Sozialauswahl einführen.

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Besonders die Ganztagsgruppen in der Kita sind gefragt.

Quelle: kil

HELPSEN. Wie Gemeindedirektor Stefan Kolb erklärte, gelte der gesetzliche Anspruch auf einen Betreuungsplatz nur für den Vormittagsbereich. Die 14 Eltern, die einen Ganztagsplatz haben möchten, haben nach Angaben von Kolb einen Fragebogen ausgefüllt, der nach Punkten ausgewertet wurde. Umso mehr Sozialpunkte die Erziehungsberechtigten haben, umso besser sind ihre Aussichten auf einen Platz. Zu den vier Absagen könnte man immerhin einen Vormittagsplatz anbieten, so der Gemeindedirektor.

 Eine neue Gruppe aufzubauen, würde sich für diese wenigen Kinder nicht lohnen, außerdem sei die Einrichtung mit fünf Gruppen und insgesamt 111 Jungen und Mädchen gut gefüllt.

 Da nicht nur die Zahl der Anmeldungen, sondern auch die Kosten für die Gemeinde gestiegen sind, hat sich auch der Helpser Rat dafür ausgesprochen, die Gebühren zu erhöhen – und zwar um 15 Euro im Ganztagsbereich und um zehn Euro in der Vormittagsbetreuung. Kesselring zufolge liege die Kommune damit „im guten Mittelfeld“.

Längere Öffnungszeiten

Wie Kolb mitteilte, sind die Gesamtkosten in der Kita von 2014 bis jetzt von 693.000 auf 862.000 Euro gestiegen. Im Vergleich zur Kita in Hespe sei die Gemeinde zwar im Krippenbereich und in der Vormittagsbetreuung etwas teurer, dafür „haben wir aber längere Öffnungszeiten“, sodass Helpsen im Ganztagsbereich günstiger sei.

 Friedrich Deventer (Grüne) stimmte der Erhöhung zu, wies aber darauf hin, dass die Entscheidung vielleicht gar nicht lange von Bedeutung sei, sollte die neue Landesregierung nach der Wahl – wie angekündigt – tatsächlich die Beitragsfreiheit einführen. „Da ist dann die Frage, wie viel Geld wir vom Land tatsächlich bekommen“, schob Kolb ein.

 Zudem regte Deventer an, dass man mit Blick „auf mehr soziale Gerechtigkeit“ darüber nachdenken sollte, die Gebühren nach Einkommen zu staffeln. Martina Lohmann (CDU) hielt von diesem Vorschlag gar nichts. Es gebe steuertechnisch so viele Tricks, um das tatsächliche Einkommen zu verschleiern. So gäbe es letztlich „auch nicht mehr Gerechtigkeit als jetzt“. kil

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