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Unterstützung für die Jugendsozialarbeit

Helpsen Unterstützung für die Jugendsozialarbeit

„Das Jahr war für mich wahnsinnig wichtig.“ Malte Kornfeld hat sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Jugendcafé Freiraum und an der IGS Helpsen erfolgreich beendet. Eine Nachfolgerin ist bereits gefunden: Kim Schweidler (18) unterstützt seit dem 1. September die Jugend- und Schulsozialarbeit in Helpsen.

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Tauschen sich aus: Kim Schweidler löst Malte Kornfeld im Jugendcafé Freiraum ab.

Quelle: kil

Helpsen. Die FSJ-Stelle bieten Landkreis und Samtgemeinde Nienstädt in Kooperation bereits seit sieben Jahren an. Rund die Hälfte der Zeit verbringen die Freiwilligen im Jugendcafé, die andere Hälfte im benachbarten Schulzentrum. Die Freiwilligen bilden damit eine Schnittstelle zwischen beiden Einrichtungen, sagt Ulla Thülig, Schulsozialarbeiterin an der IGS. „Für uns ist es immer gut, jemanden zu haben, der noch näher dran ist an den Themen der Jugendlichen.“

Ebenso wie für Schweidlers Vorgänger, der durch das FSJ seine Berufswahl festigen konnte – er studiert jetzt Sozialwissenschaften –, sieht die neue FSJlerin in dem Jahr die Chance, „sich zu orientieren“. Sie hofft, in dem Jahr herauszufinden, ob soziale Arbeit ein mögliches Arbeitsfeld für sie ist, erzählt die Stadthägerin.

Auch Kornfeld berichtet: „Es war für mich ein Schritt ins Erwachsenenwerden.“ Er habe während der Arbeit mit den Jugendlichen gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Zum ersten Mal habe man die Schülerposition verlassen und nicht mehr nur Wissen empfangen, sondern auch selbst weitergegeben. Während seines FSJ habe er „viel beziehungsarbeit“ geleistet.

Zu seinen Aufgaben an der IGS gehörten die Betreuung von Schülern mit Einschränkungen – mehrmals habe er einen Jungen zu Hause besucht, der Schulangst hatte –, die Mitarbeit in der Jungen-AG, sowie die Pausenbetreuung und vieles mehr. Sein Hauptprojekt war ein Workshop im Rahmen der Projektwoche „Schule ohne Rassismus“.

„Es gehört auch viel Beziehungsarbeit dazu“, erzählt Kornfeld. So konnte er einige Schüler von der IGS auch für den Freiraum gewinnen. Dort hatte er wiederum die Gelegenheit, „die Jugendlichen mal auf einer anderen Ebene kennenzulernen“ und über andere Themen ins Gespräch zu kommen. „Die Freiwilligen sind eine gute Schnittstelle zwischen Schule und Freiraum, die durch das FSJ zusammenwachsen“, sagt der ehemalige FSJler.

Auch Schweidler wird sich in den kommenden zwölf Monaten viel im Freizeitbereich der Schule und in der offenen Jugendarbeit engagieren. Eines ihrer Projekte wird zudem die Organisation eines Apfeltages an der Schule.

Im Freiraum stehen der FSJlerin die beiden hauptamtlichen Erzieher Julia Ganz und Michael Klemer zur Seite. Das Jugendzentrum richtet sich an Jugendliche unterschiedlicher Altersgruppen. Früher war das Café erst ab zwölf Jahren offen, diese Altersgrenze habe man aufgeweicht, sagt Ganz, die auch mit den Hortkindern, die sie betreut, ins Freiraum geht. „Wir sehen uns auch als Begegnungsstätte“, sagt sie. So bestehe zum Beispiel enger Kontakt zu der anliegenden Flüchtlingswohnung. Die Kinder der dort untergebrachten Familien besuchten häufig das Jugendcafé und würden sich so sehr schnell integrieren. kil

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