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Zwölf Feuerwehrleute aus zehn Orten suchten Angelika I.

Helpsen / Jahrzehntealter Vermisstenfall Zwölf Feuerwehrleute aus zehn Orten suchten Angelika I.

Zum Fall der verschwundenen Angelika I. aus Helpsen hat es am Donnerstag (12. Mai) seitens der Staatsanwaltschaft Bückeburg keine neuen Erkenntnisse gegeben. Allerdings ist der Fall nun erneut in den Fokus des Interesses der Helpser Einwohner gerückt. „Alle reden darüber“, sagt Helpsens Ex-Bürgermeister Adolf Neitsch.

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Helpsen (gus). Dabei wird jedoch offenbar auch vieles frei erfunden. Auf den „Facebook“-Seiten einiger Jugendlicher aus der Gemeinde kursierten wirre Gerüchte um Festnahmen, die jeder Grundlage entbehrten.

Doch auch das Medieninteresse ist groß. Bei Neitsch fragten Fernseh- und Radiosender wegen Interviews an. Der im April zurückgetretene langjährige Bürgermeister lehnte allerdings ab und verwies auf die Staatsanwaltschaft Bückeburg. Ganz hartnäckige Journalisten sollen sogar nach einem Kontakt zu Angelika I.s Angehörigen verlangt haben. Auch solche Wünsche wurden mit Nachdruck abgewiesen.

Angesichts all der Aufregung wären die meisten Helpser dem Vernehmen nach froh, wenn die aufsehenerregenden Arbeiten an der Riepacker Straße wenigstens einen Ermittlungserfolg brächten. Dann hätte das Ganze wenigstens ein Gutes gehabt, und der Täter – wenn es denn einen gibt und dieser noch lebt – säße hinter Schloss und Riegel. So lautet der Tenor, in dem sich die Quellen dieser Zeitung einig sind.

Die damals 16-jährige Angelika I. verschwand laut einem Archivbericht, der der Redaktion vorliegt, am 4. November des Jahres 1968 spurlos, als sie das Haus mit der damaligen Adresse Helpsen 64 eigentlich nur für kurze Zeit verlassen wollte. Die Polizei tappte damals im Dunkeln.

Per Großfahndung sollte geklärt werden, ob das Mädchen, das als Näherin arbeitete, einem Verbrechen zum Opfer gefallen war. Dabei kamen dem Bericht zufolge auch zwölf Feuerwehrleute aus den Orten Helpsen, Schierneichen-Deinsen, Levesen, Stemmen, Enzen, Kirchhorsten, Sülbeck, Südhorsten, Seggebruch und Haste zum Einsatz. Warum die Feuerwehrleute aus so vielen Orten und dem recht weit entfernten Haste anrückten, geht aus dem Artikel nicht hervor. Die Suche dauerte mehrere Stunden.

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