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Hespe Hespes Kita öffnet künftig länger
Schaumburg Nienstädt Hespe Hespes Kita öffnet künftig länger
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10:39 02.07.2018
Die Kita in Hespe hat ab dem neuen Kindergartenjahr länger geöffnet. Quelle: kil
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HESPE

„Wir haben die letzen Jahre gesehen, dass die Kinder länger in die Kita gehen“, sagte Bürgermeister Uwe Grone (SPD). Wegen der beruflichen Verpflichtungen gebe es auch immer häufige Anfragen von Eltern auf längere Betreuung.

Deshalb solle der Kindergarten nicht um 15.30, sondern erst um 17 Uhr schließen. „Eins muss ich auch deutlich sagen, das geht nicht mit dem vorhandenen Personal“, sagte der Bürgermeister. „Wir werden zwei Erzieherinnen einstellen müssen und das vorhandene Personal muss aufstocken.“

SPD-Sprecherin Daniela Möhlenbrock freut sich darüber, dass im Gegensatz zu den früheren Umfragen unter Eltern jetzt auch an künftige Eltern gedacht werde. „Es ist schön, dass uns die Groko die Beitragsfreiheit beschert hat.

CDU: Zu kurz gegriffen

Das ist ein absoluter Vorteil für alle, die arbeiten müssen“, sagte sie zu dem Entschluss der niedersächsischen Regierung aus SPD und CDU, die Elternbeiträge abzuschaffen. „Ich freue mich auch, dass wir zwei Arbeitsplätze schaffen als Gemeinde“, fügte sie hinzu.

„Grundsätzlich recht“ gibt CDU-Sprecher Heinz David zwar der Kollegin der SPD-Fraktion, hält das aber für „zu kurz gegriffen“. „Wie wirkt sich das Ganze auf unseren Haushalt aus?“, fragte er vor dem Hintergrund, dass das Land einen finanziellen Ausgleich an die Kommunen zahlt, um die wegfallenden Elternbeiträge zu kompensieren.

„Das lässt sich noch nicht auf Heller und Pfennig sagen“, gestand Grone. Aber es gebe 55 Prozent Personalkostenzuschuss. „Es gibt noch keine Ausführungsbestimmungen, wie das berechnet wird“, sagte Gemeindedirektorin Kerstin Hamelberg. David regte an, den Punkt zurückzustellen, doch die Mehrheit war für die Umsetzung zum neuen Kindergartenjahr.

CDU enthält sich

„Ich persönlich glaube, dass sich die Kosten minimieren“, sagte Werner Vehling (SPD), auch wenn wir zwei Erzieherinnen einstellen.“ Da Erzieherinnen zurzeit sehr gefragt seien, solle die Gemeinde möglichst schnell reagieren. Auch Heiko Vehling-Claus plädierte dafür, den heutigen Arbeitsmarktbedingungen Rechnung zu tragen.

Bei zwei Enthaltungen der CDU stimmte der Rat dafür, die Öffnungszeiten auf 7 bis 17 Uhr neu festzulegen. Künftig wird es eine Halbtagsgruppe von 7.30 bis 13 Uhr und eine Ganztagsgruppe von 7.30 bis 15.30 Uhr geben. Eine weitere Ganztagsgruppe soll von 7 bis 17 Uhr bestehen.

Da bei letzterer die Betreuung von acht Stunden überschritten wird, nimmt die Gemeinde dafür eine monatliche Gebühr von 70 Euro. Die entsprechende Satzung wurde ebenfalls verabschiedet. Darin werden auch die neuen Gebühren für die Krippe zum 1. August um 20 Euro angehoben. Die Gebühr für die Sonderöffnungszeit von 7 bis 7.30 Uhr liegt bei 20 Euro.

Bei der Fragestunde hat der Rat von einem neuen Einwohner die Bestätigung der Politik bekommen. Er sei unter anderem nach Hespe gezogen, weil die Gemeinde „einen tollen Kindergarten vor Ort hat" mit einem "tollen Konzept". bab

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