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Hespe Infoabend zum Thema Fracking
Schaumburg Nienstädt Hespe Infoabend zum Thema Fracking
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00:20 16.12.2015
Tödliche Folgen: Eine Installation der Bürgerinitiative „No Moor fracking“. Quelle: hga
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Hespe

Unter den Anwesenden waren Mitglieder der Umweltgruppe Wiedensahl und des Aktionsbündnisses „No Moor Fracking“ aus der Region Diepholz. Um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, hatte das Bündnis vor dem Haus das Modell eines Förderturms aufgebaut, neben dem ein Skelett im Anzug einen tödlichen Bezug symbolisieren sollte.

Als Vortragenden zum Thema begrüßte Beermann seinen Bundestagskollegen Andreas Mattfeldt (Landkreis Verden). Mattfeld war viele Jahre als Hauptverwaltungsangestellter in der Gemeinde Langwedel tätig. Dort machte er mit den Folgen des Frackings bei der Erdgasförderung bittere Erfahrungen in Form von Erdbeben und großflächigen Bodenverseuchungen durch Nebenprodukte der Gasförderung.

Dazu gehörten in der Hauptsache Probleme mit dem Lagerstättenwasser. „Das sind Millionen von Litern, hochgradig verseucht mit Quecksilber, Benzolen und anderen Dingen“, so Mattfeldt.

Im weiteren Verlauf informierte er über das zur zweiten und dritten Lesung vorgelegte Gesetz Erdgasförderung/Fracking. Es sei gelungen, in Absprache mit der CDU-Bundestagsfraktion Verschärfungen zu vereinbaren, die in den Gesetzesentwurf einfließen sollen. Dabei handelt es sich um die Verbesserung relevanter Vorschriften, darunter auch solche, die den Umgang mit dem Lagerstättenwasser regeln.

Nach dem Vortrag diskutierten die Zuhörer mit Mattfeldt. Dabei ging es hauptsächlich um den Bürgerwillen und dessen politischer Umsetzung. Weiter ging es um das gewinnen von Erdgas aus Schiefergestein, was ausschließlich per Fracking funktioniert. Das träfe dann auf den Landkreis Schaumburg zu, so Mattfeldt.

„Mir kann bis heute keiner sagen, welche Gefahren auftreten“, sagte er dazu. Es sei alles nicht so einfach, Politik funktioniert so nicht“, antwortete er auf die Frage, warum das Fracking nicht einfach verboten würde. Beermann und Mattfeld arbeiten nach eigenen Angaben in einer Gruppe mit mehr als 100 Abgeordneten zusammen, um die höchsten Umweltauflagen für das Fracking durchzusetzen. hga

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