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Hespe Nach Ostern entsteht der Radweg
Schaumburg Nienstädt Hespe Nach Ostern entsteht der Radweg
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15:55 21.03.2012
Die Brücke für den Radweg ist seit Herbst 2011 fertig. Quelle: gus

Hespe/Levesen (gus). Wann es tatsächlich losgeht mit den Tiefbauarbeiten für die Fahrradspurt entlang der Landesstraße 446, ist aber noch nicht auf den Tag genau festgezurrt. Bürgermeister Werner Vehling betonte im Gespräch mit dieser Zeitung allerdings, dass vor Ostern noch nicht mit dem Baubeginn zu rechnen ist. Er auch das Unternehmen darum gebeten, erst nach dem Fest zu starten.

Der Grund: Der Bereich, in dem der Radweg entstehen soll, gilt großteils als Feuchtgebiet, weil die Gehle dort hindurchfließt. So kurz nach der kalten Jahreszeit ist es dort noch nicht wieder trocken genug, um das Erdreich zu durchbuddeln. Würden sich die Fahrzeuge dort ständig festfahren, führte dies möglicherweise zu Verzögerungen und steigendem Kostenaufwand. Auf acht Wochen schätzt Vehling die Bauzeit. Mit größeren Verkehrsbehinderungen rechnet er nicht.

Apropos Kosten: Stand der Dinge ist noch immer, dass die kleine Gemeinde Hespe das Unterfangen aus eigener Tasche bezahlt. Und das, obwohl der Radweg zu zwei Dritteln auf Stadthäger Gebiet und nur zu einem Drittel auf Hesper Gebiet verlaufen würde.

Vehling betont, ihm gehe es um einen sicheren Schulweg für Kinder und Jugendliche, für die es auf der Straße angesichts des hochfrequenten Verkehrs zu gefährlich sei. Auch junge Menschen aus der Kreisstadt und den umliegenden Dörfern besuchen das Schulzentrum Helpsen. Deshalb will Vehling weiterhin darauf drängen, dass auch die Stadt Stadthagen Geld zu dem laut Plan 250000 Euro teuren Projekt beisteuert.
Ferner bohrt Vehling auch beim Landkreis weiter nach Geld. Denn der Radweg bilde einen Lückenschluss für Radtouristen auf dem Weg zum und vom Mittellandkanal, was wiederum auch den Landkreis betreffe.

Eigentlich ist Radwegbau an Landesstraßen zwar Sache des Landes Niedersachsen. Doch aus dieser Quelle rechnet der Hesper Bürgermeister nicht mit einem Zuschuss. Es sei kein Geld da. Wobei Fragen bekanntlich nichts kostet, und unversucht will Vehling auch in dieser Richtung nichts lassen.