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Versicherung nimmt Baupfusch unter die Lupe

Stemmen / Gutacher angefordert Versicherung nimmt Baupfusch unter die Lupe

In den Stemmer Baupfusch-Fall kommt Bewegung. Die Versicherung des Architekten, dem vorgeworfen wird, für die Einsturzgefahr eines Wohnhauses verantwortlich zu sein, will in dieser Woche prüfen, inwiefern sie für die Mängel an dem Gebäude geradezustehen hat.

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Ein Gutachter nimmt den Anbau am Neuen Weg in dieser Woche unter die Lupe.

Quelle: gus

Stemmen (gus). Auf Anfrage dieser Zeitung teilte die Gothaer Versicherung mit, in dem mittlerweile überregional bekannt gewordenen Fall tätig werden zu wollen. „Ein von uns beauftragter unabhängiger Gutachter wird sich bei einer Hausbegehung ein Bild von den beanstandeten Mängeln machen. Dann können wir konkret zu dem angegebenen Schaden und dessen rechtlicher und technischer Bewertung Stellung beziehen“, heißt es in einer Mitteilung der Versicherung.
Das Bauvorhaben – ein Anbau an ein bestehendes Gebäude am Neuen Weg in Stemmen – war 2004 fertiggestellt worden. Nachdem im Jahre 2008 Mängel an der Außenfassade aufgetreten waren, wurde der Architekt zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt, weil er die Arbeiten des Rohbauunternehmens nicht ausreichend überwacht haben soll. Die Gothaer hat für ihren Versicherungsnehmer Schadenersatz in Höhe von knapp 35 000 Euro gezahlt.
Nach Angaben der Versicherung nimmt fordert diese nun Regress beim Bauunternehmer. Dabei handelt es sich nach Informationen dieser Zeitung wie beim Architekten und dem Statiker, dem der ursächliche Fehler unterlaufen ist, um ein Schaumburger Unternehmen. Aus Sicht des Rechtsbeistands der geschädigten Familie Palutzki hat der Architekt den Fehler an der Statik nicht erkannt und ist deshalb schadenersatzpflichtig über die bereits bezahlte Summe hinaus, da mittlerweile feststeht, dass das Haus nicht reparabel ist (wir berichteten).
Über diesen Umstand ist die Gothaer mittels eines von den Palutzkis in Auftrag gegebenen Gutachtens in Kenntnis gesetzt worden. „In dem Gutachten werden weitere Mängel am Anbau aufgezeigt. Aktuell prüfen wir dieses Gutachten und die neuen an unseren Versicherungsnehmer gerichteten Ansprüche in technischer und rechtlicher Hinsicht“, schreibt die Versicherung.
Und weiter: „Es gibt zwei wesentliche Voraussetzungen, um einen Architekten für Schäden haftbar zu machen: Erstens muss erwiesen sein, dass der beauftragte Statiker einen Fehler gemacht hat und dass dieser Fehler wiederum ursächlich für die gemeldeten Schäden ist. Zweitens hängt die Haftbarkeit des Architekten im Falle einer fehlerhaften Statik natürlich davon ab, ob dieser den Fehler hätte erkennen müssen. Letzteres ist eine rechtliche Frage.“

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