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Weiden-Streit: Vorflut muss frei sein

Eigentumsverhältnisse werden geklärt Weiden-Streit: Vorflut muss frei sein

Zu der Fällung der Kopfweiden an der Hauptstraße /Ecke Diekstraße hat Hespes Bürgermeister Werner Vehling (SPD) bei der jüngsten Ratssitzung Stellung bezogen.

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Quelle: Archiv

Hespe. Er stellte klar, dass die Eigentumsverhältnisse zwischen dem Landkreis und den Anliegern geklärt werden müssen. Fest stehe aber, dass sowohl an der Ecke die Sicht für Verkehrsteilnehmer gewährleistet sein müsse als auch eine freie Vorflut im Graben.

 Anlieger hatten sich beschwert, weil die Weiden, die von der Straßenmeisterei gefällt worden waren, eigentlich – jedenfalls zum Teil – auf deren Privatgrundstück gestanden haben (wir berichteten). Vehling hat die Grenzsteine gesucht und nach den Eigentumsverhältnissen geforscht. Mit dem Ergebnis, dass es tatsächlich sein könnte, dass ein Teil des Flurstücks nicht an den Landkreis übertragen worden war, wie er dem Rat berichtete.

 „Man kann der Straßenmeisterei keinen Vorwurf machen“, sagte Vehling, „die ist davon ausgegangen, dass der Graben zu der Straße gehört“, also dem Landkreis, und habe die Bäume gefällt. Dies sei nötig gewesen, um die freie Sicht für die Autofahrer zu gewährleisten. Da es sich bei dem Gewässer laut Wasserrecht um ein Gewässer dritter Ordnung handele, sei der Eigentümer aber außerdem auch für die Pflege und Unterhaltung verantwortlich. Das heißt, er müsse dafür sorgen, dass das Wasser ungehindert abfließen könne. Der Anlieger habe die Bäume aber nicht geschnitten.

 Wie Vehling berichtete, habe er mit dem Anlieger gesprochen und es habe einen Ortstermin mit der Straßenbehörde gegeben, bei der diese vorgeschlagen habe, den entsprechenden „Grunderwerb zu tätigen“.

 Hans-Ulrich Schmidt, Ratsherr von Bündnis 90/Die Grünen, äußerte Verständnis. „Der Baum hätte in der Vorflut gar nicht so groß werden dürfen“, sagte er. „Das Wasser muss schon abfließen. Die Weide lässt sich ja wieder anpflanzen“, sagte Schmidt. bab

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