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Hespe Wenn kein Lichtlein brennt
Schaumburg Nienstädt Hespe Wenn kein Lichtlein brennt
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00:26 19.12.2014
Verena Niemann kann noch nicht sicher sein, ob die elektrischen Lichter am Weihnachtsbaum in diesem Jahr brennen.  Quelle: jcp
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Von Jan-Christoph Prüfer

Stemmen. Der Streit zwischen der alleinerziehenden Mutter aus Stemmen und dem Energieversorger e.on spitzt sich zu. Eine Rückzahlung in Höhe von rund 19 000 Euro will e.on von Niemann haben. Es handelt sich offensichtlich um einen technischen Defekt am Zähler, argumentiert Niemanns Anwalt Ekkehard Sebening.

Einen solchen Fehler habe es tatsächlich gegeben, sagen e.on und der Netzbetreiber, Westfalen Weser Netz mit Sitz in Paderborn. Allerdings habe durch diesen Defekt der Zähler sogar zugunsten Niemanns falsch gezählt. Für die e.on-Kundin und Anwalt Sebening ergibt sich aus diesem Bescheid eine abstruse Schlussfolgerung, denn somit käme die Stemmerin mit „nur“ 19 000 Euro tatsächlich noch ganz gut davon.

Sebening hat sich nach eigenen Angaben mit e.on darauf geeinigt, mit dem inzwischen ausgetauschten und somit intakten Zähler den durchschnittlichen Verbrauchswert zu ermitteln. Dafür sollte der Strombedarf von Januar bis Oktober an e.on übermittelt werden. Anhand dieser Werte hätte der Verbrauch der drei Jahre, für die Verena Niemann die 19 000 Euro nachzahlen soll, neu berechnet werden können.

Nach dieser Einigung sei Sebening umso schockierter gewesen, als e.on im November ankündigte, Verena Niemann den Strom abstellen zu wollen, weil die Rechnung noch immer nicht beglichen sei. Sebening: „Als wäre nie etwas gewesen.“

e.on habe sich hinter dem Vertragspartner Westfalen Weser Netz versteckt, so Sebening. Bis Oktober 2013 war Westfalen Weser noch Teil des e.on-Konzerns.
Der Rechtsanwalt will wie abgesprochen die monatlichen Verbräuche eingeschickt haben. e.on habe aber behauptet, die Werte nur zur Kenntnis nehmen zu können, wenn der Netzbetreiber sie in einem offiziellen Schreiben übermittelt. Sebening und seine Mandantin fühlen sich hingehalten.

Bei e.on sieht man die Sache anders. Sein Vorgehen habe der Konzern mit Sebening und Niemann abgesprochen, heißt es. Neuere Zählerstände habe man geprüft. „Da diese zu den bisherigen Verbrauchswerten passten, sieht der Netzbetreiber weiterhin von einer Korrektur der Daten ab“, teilt eine Sprecherin mit. „Damit halten wir auch an unseren Rechnungen fest und die Forderung bleibt bestehen.“ Da bisher keine Einigung erzielt werden konnte, habe der Konzern den Fall inzwischen an seine Rechtsanwälte übergeben.

Weihnachten ohne Strom, ohne Licht. „Natürlich ist mir der Gedanke schon gekommen“, sagt Niemann. Bei e.on meldet sie sich trotzdem nicht. Das rechtliche Hin und Her überlässt sie inzwischen ausschließlich Anwalt Sebening. Niemanns Nerven liegen längst blank. „Ich kann mit denen nicht mehr sprechen“, sagt die Stemmerin. „Ich würde ausflippen."

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