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100 Jahre alt dank viel Arbeit und gutem Essen

Meinefeld 100 Jahre alt dank viel Arbeit und gutem Essen

Mit wachen, strahlenden Augen sitzt Ernst Hausmann in seinem Wohnzimmersessel und lächelt. Er hätte nie gedacht, dass er einmal 100 Jahre alt wird. Doch am Freitag hat er genau diesen Geburtstag mit seiner Frau Karoline und seiner Familie gefeiert.

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Ernst Husmann feiert heute seinen 100. Geburtstag.

Quelle: bab

Meinefeld. Und das dank der Hilfe von Tochter Hannelore Schilling, noch im eigenen Haus in Meinefeld.

Am 25. Juli 1915, als der Erste Weltkrieg Europa erschütterte, wurde er in Stadthagen geboren. „Keine gute Kindheit“ habe er genossen, meint seine Tochter. Ernst Hausmanns Mutter starb an einem Unfall als er fünf Jahre alt war. Zusammen mit seinen sechs Geschwistern wurde er von heute auf morgen zum Halbwaisen. Doch bald bekam er eine Stiefmutter und drei neue Geschwister dazu. Schon damals musste er also zurückstecken. Bescheidenheit und viel Arbeit haben sein Leben bestimmt.

Mit 14 Jahren bekam er eine Anstellung bei der Holzfirma Bosse in Stadthagen. Aber 1937 war das zivile Leben zunächst für zwei Jahre vorbei, weil Hausmann zum Wehrdienst eingezogen wurde, den er in Tilsit/Ostpreußen ableistete. Die Hoffnung, danach wieder in die Heimat zurückzukommen, wurde jäh durch den Zweiten Weltkrieg zunichtegemacht. „Ich sollte schon entlassen werden, und dann kam der Polenkrieg“, erinnert er sich. Auch für den damals 24-Jährigen hieß das Kriegseinsatz.

Nicht nur in Polen, auch in Frankreich und Russland musste Hausmann an die Front, bis er 1945 in russische Kriegsgefangenschaft geriet. Kurz nach der Heimkehr 1948 heiratete er seine Frau, die in Meinefeld wohnte. „Wir haben uns schon lange gekannt“, sagt er. Durch seine ältere Schwester bestand der Kontakt nach Meinefeld damals bereits seit Längerem. Seine Arbeit bei Bosse nahm er wieder auf.

1949 und 1950 kamen seine Kinder zur Welt, ein Mädchen und ein Junge. Doch die junge Familie war nicht unter sich im Elternhaus von Karoline Hausmann. „Hier haben vier Familien gewohnt. Wir haben jedes Jahr acht Schweine geschlachtet“, erzählt der Jubilar, der „ordentliches Essen“ zu schätzen weiß und im Garten immer eigenes Gemüse und Obst angebaut hat. „Ich hab immer gesund gelebt durch die Arbeit und die Bewegung.“ Jetzt allerdings merke er, dass er „körperlich schwächelt“. „Ich kann nur noch mit Stock laufen“, sagt er und seine Haare würden auch immer weniger. bab

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