Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
60 Kisten voller Geschichten

Sammlung für Busch Museum 60 Kisten voller Geschichten

„Max & Moritz“-Handpuppen, Kleiderhaken, Holzfiguren, Salzstreuer, Lampenschirme und vieles mehr – Wolfgang Koch (83) aus Mühlheim an der Ruhr hat jahrelang all das gesammelt, was mit den Figuren von Wilhelm Busch zusammenhängt.

Voriger Artikel
Neue Vorsitzende gesucht
Nächster Artikel
Auffahrunfall auf der Obernkirchener Straße

Wolfgang Koch hat sich von seiner Sammlung getrennt und sie dem Wilhelm-Busch-Geburtshaus überlassen.

Quelle: kil

Nienstädt.  Mehr als 700 Bücher und 60 Kisten voll mit Sammlerstücken sind dabei zusammengekommen. „Und jedes Teil hat seine Geschichte“, sagt der 83-Jährige, der seit mehr als 20 Jahren dem Wilhelm-Busch-Hobby nachgegangen ist – doch jetzt ist Schluss mit dem Sammlertum.

Koch hat fast alle seine Exponate dem Busch-Museum in Wiedensahl geschenkt. Anlässlich des 150. Jubiläums von Max und Moritz sind diese nun in mehreren Ausstellungen, verteilt auf das Schaumburger Land, zu sehen.

Um zu schauen, was aus seinen Liebhaberstücken geworden ist, hat Koch jetzt eine Reise nach Schaumburg unternommen. Dort besuchte er unter anderem die Nienstädter Sparkassenfiliale, die im Rahmen der Ausstellungsreihe „Sieben Streiche, sieben Orte“ bis zum 17. April einen Teil von Kochs Sammlung zeigt.

Den ersten Kontakt zu Buschs Lausbubengeschichten hatte Koch schon als Kind. Als die Familie im Zweiten Weltkrieg dann aus Bochum evakuiert wurde, ging das Buch verloren, erzählt der Sammler. Erst 1994 wurde er, angeregt durch zwei Bücher von Wilhelm Busch, wieder auf den Wiedensahler Dichter und Maler aufmerksam. „Als Rentner hatte ich dann auch genug Zeit zum Sammeln - und so fing es an“, erzählt Koch.

Überall, wo der Ruheständler in den folgenden Jahren hinkam, entdeckte er neue Exemplare für seine Sammlung – auf Käufe im Internet hat er dabei stets verzichtet.
An viele seiner Errungenschaften kann sich der 83-Jährige noch gut erinnern. Einmal war er mit seiner Frau in Koblenz unterwegs, als sie in einem Puppenladen ein Max & Moritz-Buch fanden, das kleiner als eine Streichholzschachtel war.

Nach mehr als 20 Jahren Sammelleidenschaft hat sich Koch dann entschieden, seine Schätze abzugeben. „Was passiert mit all den Dingen, wenn ich irgendwann nicht mehr da bin?“, habe er sich gefragt. Und da seine Söhne mit den Stücken nichts anfangen konnten, musste ein neuer Plan her. „Es war mir wichtig, dass die Sammlung zusammenbleibt“, erzählt er.

Und so kam er auf die Idee, gemeinsam mit seinem Sohn die Stationen und Museen im Land abzufahren, die sich mit Wilhelm Busch beschäftigen. Nachdem er seine Sammlung schon einem anderen Heimatverein in Südniedersachsen versprochen hatte, kam er nach Wiedensahl. Im Busch-Geburtshaus lernte er die Museumsleiterin Gudrun Sophie Frommhage-Davar kennen.

„Ich habe ihn eine Stunde land überredet, dass seine Sammlung hier in Wiedensahl genau richtig aufgehoben ist“– und zum 150. Geburtstag von Max und Moritz wie gerufen käme. Mit Erfolg.  kil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg