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Abkürzung im Fokus

Nienstädt/Sülbeck Abkürzung im Fokus

 Der Bauausschuss der Gemeinde Nienstädt hat sich mit dem Vorhaben beschäftigt, einen Pattweg zu pflastern, der die Lindenstraße und die Straßen Eichenweg und Tannenweg verbindet. Die Verwaltung soll die etwaigen Kosten für das Vorhaben ermitteln.

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Eine Gerade ist die kürzeste Verbindung zweier Punkte – auch zwischen Lindenstraße und Eichenweg.

Quelle: gus

Nienstädt/Sülbeck (gus).  Der Weg ist aus jahrelanger Gewohnheit von Fußgängern und Radfahrern entstanden. Diese pflegen seit geraumer Zeit und in augenscheinlich hoher Frequenz, eine Stichstraße im Zuge der Lindenstraße über ein Rasenstück in Richtung Ecke Eichenweg/Tannenweg fortzusetzen. Kein Wunder, handelt es sich doch um eine deutliche Abkürzung gegenüber der Strecke wahlweise entlang der B65 oder dem Sülbecker Weg. Und schließlich liegt auch die Grundschule an der Lindenstraße.

Am Verlauf des diagonal über die Grünfläche entstandenen Wegs ist auch abzulesen, dass die Mehrzahl der Nutzer in Richtung Eichenweg unterwegs ist. Denn es gibt eine Abzweigung, die den Tannenweg ansteuert, die aber deutlich weniger stark ausgeprägt ist wie die direkte Verbindung zum Eichenweg. Letztgenannt Strecke nutzen Radler und Fußgänger offenkundig, um zu den weiter entfernten Siedlungsbreichen Sülbecks zu gelangen.

An der Frage nach der Dringlichkeit einer Wegbefestigung schieden sich bei der Besichtigung seitens des Bauausschusses indes die Geister. Einige Politiker befürworteten den Schritt, um die Abkürzung attraktiver zu machen. Außerdem solle verhindert werden, dass bei Nässe Matsch auf den Bürgersteig beziehungsweise auf die Straße transportiert wird.

Andere hielten die Pflasterung des Pattwegs für überflüssig. Dass der Weg auch im jetzigen Zustand benutzt werde, sei unübersehbar. Zumal auch während der Besichtigung mehrere Fahrradfahrer den Weg herunterrollten. Und etwas Dreck an den Schuhen habe noch niemandem geschadet – auch Schulkinder seien gemeinhin nicht gerade als Sauberkeitsfanatiker bekannt. Deren Mütter bisweilen schon, lautete ein Gegenargument.

Die zu erwartenden Kosten hatten allerdings alle Mitglieder des Bauausschuss sozusagen als Warnhinweis im Hinterkopf. Deshalb soll auch ermittelt werden, wie sehr sich die Pflasterung der kürzeren Wegstrecke bis zum Tannenweg finanziell von der Befestigung des längeren Stücks bis zum Eichenweg unterscheidet.

Dass eine halbherzige Erledigung der Sache keinem dienen würde, wurde auch erwähnt. Einfach etwas Boden abtragen und einen Schotterweg ohne Fundament anzulegen, wäre nur eine Lösung für einen sehr begrenzten Zeitraum, hieß es. Lediglich aus Spaß hatten einige Politiker erwogen, die Abkürzung zu sperren und das Problem auf diesem „Weg“ zu lösen.

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