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Änderungen im Busverkehr nach den Sommerferien

Wohin mit den Haltestellen? Änderungen im Busverkehr nach den Sommerferien

Nach den Sommerferien ergeben sich Veränderungen im Busverkehr der Gemeinde Nienstädt. Hintergrund ist die Entscheidung des Landkreises, den Schulbusverkehr in den öffentlichen Linienverkehr zu überführen. Das wirkt sich auch auf die Bushaltestellen in Nienstädt aus.

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Der Bauausschuss diskutiert.

Quelle: kil

Nienstädt (kil). Einige müssen umgesetzt werden, andere fallen weg. Für die ohnehin schon klamme Kommune bedeutet das weitere Kosten. Über die Umsetzung einiger Haltestellen hat sich der Bauausschuss vor Ort Gedanken gemacht.

Künftig wird ein Bus aus Richtung Obernkirchen kommend zunächst die Liekweger Straße und anschließend die Grundschule Nienstädt ansteuern. Dort ist ein Umsteigen vorgesehen, bevor der Bus über Meinefeld zur IGS Helpsen fährt. Die Haltestellen am Kirchweg und Blumenbruch entfallen. Kinder, die dort wohnen, müssen an der Liekweger oder der Hannoverschen Straße ein- und aussteigen.
Zudem soll an der Liekweger Straße eine neue Haltestelle für den Linienverkehr im Bereich der Bergstraße eingerichtet werden. Dort hielt bislang nur der Schulbus. Das vorhandene, alte Holzhaus (Bild) soll durch das Glashaus ersetzt werden, das noch an der Hüttenstraße steht. Dieser Stopp entfällt nämlich, weil das Halten an dieser Stelle nach Ansicht der Verkehrsbetriebe zu gefährlich ist. Die Kosten dafür wurden mit rund 12 000 Euro berechnet, hieß es im Ausschuss. Die Mitglieder einigten sich vor Ort darauf, den Unterstand möglichst auf die gegenüberliegende Straßenseite an den Bürgersteig zu verlegen, damit die Fahrgäste nicht die Straße überqueren müssen.
Ein zweiter Bus soll am Schwarzen Weg starten und die Sülbecker Straße, die Ringstraße, die Hannoversche Straße und die Grundschule anfahren. Der Große Kamp wird nicht mehr befahren. Stattdessen soll ein neuer Halt an der Sülbecker Straße, Einmündung Großer Kamp, entstehen. Kosten für die Umsetzung: rund 8700 Euro. Über die genaue Platzierung waren sich die Politiker nicht einig. Da der Platz auf der Bürgersteigseite für ein Häuschen nicht ausreicht, kommt wohl nur die andere Seite infrage. Dabei kam die Diskussion auf: „Die Kinder müssen die Straße überqueren“, das sei gefährlich, äußerte sich Jörg Prietzel (SPD). Vorsitzender Dirk Röbke (SPD) beendete die Debatte schließlich: „Irgendjemand muss immer über die Straße. Sonst müssen wir einen Tunnel bauen.“ Er sehe da keine Alternative.
Für die Finanzierung der Haltestellen-Umsetzung soll die Gemeinde einen Antrag auf Zuschüsse vom Landkreises stellen, so die einstimmige Beschlussempfehlung des Ausschusses. Die erforderlichen Haushaltsmittel der Gemeinde sollen entweder im Nachtrag 2015 oder spätestens im Etat 2016 veranschlagt werden.
Für Dirk Röbke ist die Sache klar: Der Landkreis spare durch die neue Regelung erhebliche Summen ein. Daher solle er auch für die Umsetzung der Haltestellen aufkommen. „Und zwar zu 100 Prozent“, fordert der Ausschussvorsitzende. Auch Kurt Schmidt (SPD) warf ein: Der Landkreis entscheide etwas, aber die Kosten würden wieder mal den kleinen Kommunen aufgebrummt. Seiner Meinung nach sei ein Zuschuss des Landkreises selbstverständlich.
Gemeindedirektorin Sandra Wiechmann äußerte sich skeptisch. Sie sei nicht sicher, ob der Kreis tatsächlich die vollen Kosten übernehme. Ob man durch den Wegfall der besagten Haltestellen eventuell noch Einsparungen durch wegfallende Pacht erzielen könne, sei darüber hinaus zu prüfen. 

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