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Aktionsgemeinschaft gegen Straßenbau

Infoabend am 21. Februar Aktionsgemeinschaft gegen Straßenbau

Sie wollen auf Nummer sicher gehen: Hinrich Gottschalk, Friedrich Deventer, Thomas Knickmeier und Hinrich Strüve möchten eine Aktionsgemeinschaft gründen, um die Nienstädter B65-Umgehung und den Ausbau der B65 in Richtung Bad Nenndorf zu verhindern.

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Im Hintergrund, vor dem kleinen Wäldchen, könnte die Nienstädter Umgehungsstraße verlaufen. Hinrich Gottschalk (von links), Friedrich Deventer, Thomas Knickmeier und Hinrich Strüve wollen das unbedingt verhindern.

Quelle: kil

NIENSTÄDT/STADTHAGEN. Zu einem ersten Treffen sind alle Interessierten für Mittwoch, 21. Februar, auf den Bruchhof in Stadthagen eingeladen. Beginn ist um 19 Uhr.

Angesprochen sind alle, die sich für das Thema interessieren oder selbst mitwirken wollen, schildert Deventer. Angedacht sei im nächsten Schritt, Kontakt zu den politisch Verantwortlichen aufzunehmen, um ihnen klarzumachen, dass es besser sei, die geplanten Maßnahmen nicht umzusetzen.

Auf Nummer sicher gehen

Die Umgehung von Nienstädt steht im Bundesverkehrswegeplan 2015 bis 2030 mit „vordringlichem Bedarf“. Dass es in absehbarer Zeit zu einer Umsetzung kommt, scheint eher unwahrscheinlich. Aber, sagt Hinrich Strüve vom Landvolk Weserbergland, „wenn die Bagger erst da sind, ist es zu spät“. Auch der Ausbau der B65 wird in den  politischen Gremien Bad Nenndorfs kritisch diskutiert. In absolut trockenen Tüchern ist auch hier noch nichts.

Die Aktionsgemeinschaft möchte trotzdem auf Nummer sicher gehen. Ein Hauptargument ist der enorme Flächenverbrauch. „Schon heute werden pro Tag etwa 70 Hektar Fläche verbraucht, das ist jeden Tag ein Hof“, schildert Strüve. Auch Knickmeier kämpft für mehr Grün: „Wir verlieren gerade das, was wir auf dem Land so lieben.“

Auf E-Mobilität setzen

Deventer hält solche Straßenbauprojekte für „nicht mehr zeitgemäß“. Der Fokus sollte vielmehr darauf liegen, weniger Autos auf den Straßen zu haben. Mehr Elektromobilität würde auch sauberere und leisere Verhältnisse auf den beiden Bundesstraßen schaffen.

Dass Landwirtschaft nicht der beste Naturschutz ist, leugnet auch Hinrich Gottschalk als Landwirt nicht. Aber: „Landwirtschaft ist immer noch besser für die Umwelt als eine Straße“, argumentiert er. Und Deventer ergänzt: Landwirtschaft lasse sich verändern, eine Straße bleibe.

Für die Lärmbelastung der Bürger an der B65 haben die Projekt-Gegner auch Verständnis. Für sie könnte es bessere Lärmschutzmaßnahmen geben – oder, schlägt Gottschalk vor, der Bund müsste ihnen anbieten, die Häuser zu kaufen, wenn sie denn wegziehen möchten. kil

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