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Auf zwei bis drei Rädern spazierenfahren

Sülbeck / MSG Auf zwei bis drei Rädern spazierenfahren

Seit mittlerweile neun Jahren düst die Maxiscootergemeinschaft Schaumburg (MSG) nicht nur durch den heimischen Landkreis, sondern fährt auch zu Rollertreffs im gesamten Bundesgebiet. Mehrtagesfahrten stehen auch auf dem Programm. Wer unter dem Begriff Roller eine klassische Vespa mit 50 Kubikzentimetern (ccm) versteht, ist bei den Maxiscooter allerdings auf dem Holzweg.

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Treffpunkt der Maxiscooter ist das Berghotel in Sülbeck (im Hintergrund). © svb

Sülbeck (svb). Bei dieser Interessengemeinschaft kommt es auf ein großes Nummernschild an. 125 Kubikzentimeter hat der kleinste Roller der MSG-Mitglieder. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt (siehe Kasten). Auch Motorräder haben sich mittlerweile den Rollerfahrern angeschlossen. Bei den starken Maschinen kommt beim Fahren in der Gruppe deshalb schon richtiges „Motorrad-Feeling“ auf.

„Das Rollerfahren stellt einen Ausgleich zum Berufsalltag dar“, meint Chef-Fahrer Dirk Röbke. „Man trifft sich mit Gleichgesinnten, unternimmt gemeinsame Touren und tauscht sich aus. Das Hobby bedeutet mir sehr viel“, sagte Röbke. Unvergesslich ist für ihn eine Wochenendtour durch den Harz, bei dem die Gruppe von einem extremen Hagelschauer überrascht wurde.

Auf Umwegen ist Friedrich Eichmeier zum Rollerfahren gekommen. Aufgrund eines Motorradunfalls mit Folgeschäden hat er vor sieben Jahren auf die bequemeren Zweiräder gewechselt und ist seitdem mehr als 130.000 Kilometer gefahren. „Man kann lange Strecken damit fahren, ohne dass einem die Knochen wehtun“, weiß er aus Erfahrung. Außerdem sei man bei schlechtem Wetter besser geschützt als auf einem Motorrad.

Friedhelm Dankert fährt seit zwölf Jahren Roller und hat sich der MSG im Jahr 2004 angeschlossen, nachdem er im Internet recherchiert und nach Gleichgesinnten gesucht hatte, denen das Hobby Rollerfahren ebenfalls wichtig ist. Seitdem hat er die Stammtische jeden ersten Sonntag im Monat im Berghotel Sülbeck fest eingeplant.
Bei Dankert zählt nur eines: auf den Roller setzen und losfahren. Man „nimmt Gerüche und Geräusche fast wie auf dem Fahrrad war, jedoch ohne Kraftanstrengung und Stress. Besondere Fahrerlebnisse in der Gemeinschaft sind für ihn nach wie vor die Mehrtagestouren. Auch er erinnert sich an die unvergessliche „Hageltour“ im Harz.

Thomas Schütze stand vor sechs Jahren mit seinem Roller auf dem Parkplatz eines Bückeburger Baumarktes, als ihn ein „freundliches“ MSG-Mitglied ansprach und fragte, ob er nicht Lust an gemeinsamen Fahrten hätte. Seitdem sei er dabei. Aufgrund seiner Körpergröße von 1,96 Metern sei er Jahre später wieder auf ein Motorrad gewechselt, weil Schütze darauf einfach komfortabler sitzen könne. Der Gemeinschaft ist er allerdings treu geblieben und möchte die regelmäßigen, gemeinsamen Fahrten nicht missen.

Horst Möller hat sich erst vor vier Monaten einen neuen Roller mit zwei Vorderrädern zugelegt. Dieser sei sein „Ein und Alles“, sagt Möller. 6000 gefahrene Kilometer in vier Monaten sprechen für sich“, ergänzt er. Damit hat jeder der Gemeinschaft seine eigene Geschichte zu erzählen, und über Zuwachs in ihrer Runde freuen sich die Großrollerfreunde ganz besonders.

Schwere Maschinen mit viel Hubraum

Der Piaggio MB LT 400 bietet mit seinen zwei Vorderrädern in den Kurven besonders gute Stabilität. Der 34 PS-Roller mit 400 Kubikzentimetern hat statt einer Griff- nur eine Fußbremse und kann deshalb nur mit einem Autoführerschein gefahren werden.

Bei den Maxiscootern fährt auch eine Suzuki Burgman AN650 K3. 56 Pferdestärken bringen den Roller auf 190 Kilometer pro Stunde. Dieser und ähnliche Burgman-Maschinen mit 650 Kubikzentimetern sind äußerst beliebt bei den Großrollerfreunden – und unter ihnen gleich mehrmals zu finden. Ebenfalls 56 PS hat die Honda Deauville. Dabei handelt es sich um ein Motorrad mit Vollverkleidung und integrierten Koffern.

Zusätzlich zu einer 90 PS starken BMW R 1100 RS mit vier Ventilen und ABS fährt auch eine Moto Guzzi aus dem Jahr 1982 bei den Maxiscootern. Diese hat eine Leistung von 68 Pferdestärken bei 650 Kubikzentimetern.

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