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B65: 20.000 Autos fahren täglich durch Nienstädt

Behörden und Bundestag raten zu klarer Haltung B65: 20.000 Autos fahren täglich durch Nienstädt

Laut Statistik fahren bis zu 20.000 Fahrzeuge täglich auf der Bundesstraße 65 durch Nienstädt. Ohne Druck aus der Bevölkerung wird sich in Sachen Bau einer Umgehungsstraße wenig tun, und Möglichkeiten für kleinere Sofortmaßnahmen zur Entlastung der Anlieger an der derzeitigen Trasse sind eingeschränkt.

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Bis zu 20 000 Autos fahren täglich durch Nienstädt. 

Quelle: kil

Nienstädt. Dies hat die Diskussionsveranstaltung des CDU-Ortsverbandes Nienstädt mit Bürgern sowie Vertretern aus Behörden und Politik erbracht. Die Partei hatte zu dem Thema „Nienstädter Bürger – leben an und mit der B 65“eingeladen.

„Es ist wichtig, dass der Druck auch von vor Ort kommt“, schickte Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, vorweg. Die Nienstädter Ortsumgehung stehe zwar mit vordringlichem Bedarf im Bundesverkehrswegeplan, das reiche jedoch nicht. Wenn Nienstädter Bürger und Kommunalpolitiker den Bau der Umgehung jedoch nachdrücklich einfordern würden, gebe es gute Chancen für eine Umsetzung, glaubt Brockmann. Dennoch benötige der gesamte Prozess nach seiner Schätzung dann immer noch um die 15 Jahre.

„Ich möchte auch dazu aufrufen“, animierte der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann die Bürger, ihrem Wunsch nach einer Umgehung auch eindringlich Ausdruck zu verleihen. Das Land, das die Planungshoheit über die Maßnahme habe, würde ansonsten nicht tätig. 22,5 Millionen Euro habe der Bund für diese Maßnahme vorgesehen und die Summe könne abgerufen werden. „Dieses Geld steht bereit“, versicherte er.

Dazu müsse aber zunächst die Frage geklärt werden, ob die Entlastungsstraße wirklich gewünscht werde. „Wenn es Widerstände gibt, dann kümmert sich das Land erst um andere Dinge“, gab Beermann zu bedenken. „Es gibt schon Vorbehalte“, glaubt der Abgeordnete, dass nicht alle von einer neuen Trasse begeistert wären.

Von den rund 30 Zuhörern, die ins Berghotel Sülbeck gekommen waren, wetterte niemand gegen eine Umgehung. Die Anlieger, die sich zu Wort meldeten, wirkten eher resigniert, weil sie „vor 35 Jahren schon das gleiche Thema“ beschäftigte. Privat möchten einige nicht weiter in Schallschutz investieren, auch wenn er durch öffentliche Zuschüsse gefördert würde. Die Immobilien an der Bundesstraße seien stark im Wert gesunken, lautete das Argument. Es lohne sich deshalb nicht, großartig Geld hineinzustecken.

Ratsfrau Petra Ritter vom CDU-Ortsverband, die die Veranstaltung moderierte, fragte nach Möglichkeiten, die derzeitige Situation auf der B 65 durch sogenannten Flüsterasphalt oder eine Grüne Welle zu entschärfen, um Brems- und Anfahrtgeräusche zu reduzieren. Flüsterasphalt ist laut Brockmann aus technischen Gründen nicht zweckmäßig. Kreisbaudezernent Fritz Klebe machte aber Hoffnung, dass die Ampelphasen optimiert werden könnten. „Ich halte das eingeschränkt für möglich“, sagte er, „aber auch da braucht es politischen Druck.“

„Wir sind müde“, kommentierte ein Zuhörer. Die Politik sei jetzt am Zug. Ritter schlussfolgerte aus der Veranstaltung, das Thema noch einmal in den Ortsrat, den Samtgemeinderat und den Kreistag einzubringen.   bab

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