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Bauausschuss erkundet Nienstädts Feuchtgebiete

Sülbeck/Liekwegen / Straßen überflutet Bauausschuss erkundet Nienstädts Feuchtgebiete

Der Nienstädter Bauausschuss hat gewissermaßen die Feuchtgebiete der Gemeinde erkundet. Gleich an mehreren Stellen besteht auf Grund von Regenwasser Handlungsbedarf.

Sülbeck/Liekwegen (gus). Da wäre zum einen das „Hexenhaus“ in Sülbeck, und zwar gleich in dreierlei Hinsicht. Dort hat es in der Gaststube durchgeregnet. Die Versicherung übernimmt die Kosten, hieß es bei einer Besichtigung seitens Mitgliedern des Bauausschusses. Im Eingangsbereich gleich der nächste Feuchtigkeitsschaden: Die Dachpanelen hängen an einer Seite durch, weil sie sich scheinbar unter Feuchtigkeitseinfluss verbogen haben. Erst vor kurzem war das darüber liegende Dach mit neuen Teerbahnen versehen worden.

Das dritte „Hexenhaus“-Feuchtgebiet befindet sich im Außenbereich. Nach stärkeren Regenfällen sammelt sich das Wasser vor dem Gebäude direkt an einem Kontrollschacht des Regenwasserkanals. Warum das Wasser nicht im Kanal sondern darüber zusammenfließt, ist nicht schlussendlich zu klären gewesen. Möglicherweise, so Petra Ritter, versperren die Wurzeln eines großen Baums den Abfluss. Eine Kamerafahrt soll Erkenntnisse bringen, eventuell ist ein neuer Kanal zu verlegen. Direkt nebenan sind die Fenster des ehemaligen Tennisheims im Sporthaus undicht. Es müssen aller Voraussicht nach neue Fenster eingesetzt werden.

Zweierlei Probleme gibt es am Liekweger Sporthaus. Dort sind mit den Jahren starke Verfärbungen an Fliesen und Fugen in einer Dusche aufgetreten. Dies liegt nach Worten von Gemeindedirektor Rolf Harmening an zu kleinen Abflüssen und zu geringem Gefälle am Fußboden. Die alten Fliesen sollen entfernt, neuer Estrich mit stärkerer Neigung eingezogen und größere Abflüsse installiert werden.
Im Außenbereich stört ebenfalls ein Gefälle, nämlich das der Terrasse auf der Seite hin zum Schützenhaus. Die Pflastersteine sollen nach dem Willen der Bauausschussmitglieder neu verlegt werden, sodass das Regenwasser sich nicht mehr so nah an der Hauswand sammeln kann wie jetzt. In diesem Zusammenhang merkten Thomas Künzel und Kurt Schmidt an, dass es ratsamer ist, manche Arbeiten nicht in Eigenleistung von Vereinen erledigen zu lassen. Denn an der besagten Dusche und der Terrasse des Sporthauses in Liekwegen sowie am Tennisheim hatten Ehrenamtliche tatkräftig mitgeholfen. Dies sei zwar seinerzeit günstiger gewesen, doch nun ergäben sich hohe Folgekosten, weil die Resultate scheinbar fachliche Mängel aufwiesen - so löblich der Einsatz der Ehrenamtlichen auch sei.

Für die Arbeiten an den Duschen beläuft sich ein Kostenvoranschlag auf knapp 5000 Euro, wie Bauausschussvorsitzender Wolfgang Hoppe erläuterte. Das Geld ist bereits in den Nachtragshaushalt eingestellt worden. Es gelte aber vor allem an der Terrasse, schnell zu Arbeiten, weil der TSV Liekwegen nach einem neuen Gaststättenpächter suche.

Kanalrohre teils dicht?

Auch an zwei Stellen im Straßenraum gibt es Probleme. An der Sülbecker Straße, Ecke Buchenweg, und an der Liekweger Straße, Ecke Birkenweg, fließt laut Anliegern Wasser über die Fahrbahnen, wenn es stark geregnet hat. In beiden Fällen vermuten die Politiker, dass die Regenwasserkanäle versperrt sind. Denn das Rohr mit 50 Zentimetern Durchmesser, das das Nass im Bereich Buchenweg unter der Sülbecker Straße hindurch in Richtung Regenrückhaltebecken leiten soll, müsste eigentlich genug Kapazität haben. Eine Sichtkontrolle erbrachte keine weiteren Erkenntnisse. Der Bauhof prüft, ob das Rohr noch durchlässig ist oder nicht.

Am Birkenweg vermutete Dirk Röbke, dass ein Regenwasserablauf in der Gosse fehlt und dass deshalb bei starkem Niederschlag Wasser über statt unter der Straße fließt. Dies bestätigte ein Anlieger. Doch als der erzählte, dass das Wasser sogar aus dem Kanal heraus nach oben gerückt wird, sagte Rolf Harmening, dies spreche eher dafür, dass der Abfluss hangabwärts zu niedrige Kapazität hat oder ebenfalls verstopft ist. Auch dies soll genauer erörtert werden. gus

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