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Nienstädt Brandserie geht weiter
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Brandserie geht weiter
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00:16 26.10.2016
Auf dem ehemaligen Mania-Firmengelände stehen Schrottautos wie diese – vier davon haben laut Polizei am Sonntagmorgen gebrannt. Quelle: Foto: jcp
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NIENSTÄDT

Nienstädts Bürgermeister Gerhard Widdel sagt: „Hinter vorgehaltener Hand sagen hier längst alle, dass wir wieder einen Brandstifter haben.“

Laut Feuerwehr gab es am Freitagmorgen um 2 Uhr einen Einsatz an der B 65 in Nienstädt auf Höhe der Kreuzung Richtung Obernkirchen. Gegenüber dem Grundstück, an dem erst kürzlich eine Hecke gebrannt hatte, standen nun mehrere Autos an zwei unterschiedlichen Stellen in Flammen. Zu diesem Brand konnte die Polizei allerdings keine Angaben machen.

In der Nacht zu Sonntag ging es dann weiter. An der Hesper Hauptstraße brannte um zwei Uhr morgens eine Kunststoffmülltonne, die in der Nähe einer Bushaltestelle stand. Anwohner löschten das Feuer.
Gegen halb fünf dann das nächste Feuer: Auf dem ehemaligen Mania-Firmengelände in Sülbeck stehen mehrere abgemeldete Autos. Laut Polizei haben alle vier gebrannt. Die Feuerwehren Kirchhorsten, Sülbeck und Liekwegen rückten mit 20 Einsatzkräften aus.

Nach Angaben der Polizei nahm sich der Kriminal- und Ermittlungsdienst noch am Sonntagmorgen die beiden Brandorte vor. Bei den Autos gehen die Ermittler von Brandstiftung aus. Basierend auf dem aktuellen Wissensstand wird zudem ein Zusammenhang mit den Bränden der vergangenen Wochen vermutet.

Zehn Brände in zwei Monaten

Das könnte bedeuten: Ein Brandstifter treibt sein Unwesen – in Serie. Offiziell sagt das aber noch niemand. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, war am Wochenende für Auskünfte nicht zu erreichen.
Die Nienstädter Bürger sind sich dagegen längst sicher, so Bürgermeister Widdel. Schließlich sind sie leidgeprüft: Das Geschehen erinnert an eine ähnliche Brandserie vor drei Jahren. Auch damals wurde schließlich ein Brandstifter gefasst.

Mittlerweile geht es in Nienstädt um zehn Brände innerhalb von zwei Monaten. Anfang September musste die Feuerwehr sechs Brände in sechs Tagen löschen. Dann war es drei Wochen still. Auch bei den bisherigen Bränden wird Brandstiftung vermutet.

Verletzt wurde bislang niemand. „Aber vor drei Jahren wurden die Feuer langsam immer größer“, erinnert sich Widdel. „Und bei einem brennenden Auto braucht doch nur mal einer unglücklich um die Ecke kommen, und dann knallt es womöglich.“  kil, jcp

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