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Nienstädt Bremsen auf Schmierseife
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Bremsen auf Schmierseife
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00:17 16.10.2017
Keine Schere zur Hand: Mit Taschenmessern schneiden Vertreter aus Politik, Kreis- und Landesverkehrswacht symbolisch das Flatterband zur Eröffnung des Trainingsgeländes durch. Quelle: kil
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NIENSTÄDT

Die Kreisverkehrswacht hat das ehemalige Mania-Gelände am Großen Kamp in Nienstädt gemietet, um dort Fahrsicherheitstraining für Autofahrer anzubieten. Nun ist das Gelände offiziell im Kreise von Politikern, Polizei und Vertretern der Kreisverkehrswacht eröffnet worden – die einzige in Schaumburg.

 „Was lange währt, wird endlich gut“, sagt Ursula Müller-Krahtz, Vorstandsvorsitzende der Kreisverkehrswacht zur Begrüßung. Nachdem der Verein das ehemalige Alcatel-Gelände in Stadthagen verlassen hatte, waren die Beteiligten auf der Suche nach einem neuen Standort, den sie nun „endlich gefunden“ haben, wie der Vize-Vorsitzende Ferdinand Vyskocil ergänzt.

Vollbremsung auf Schmierseife

An den Fahrsicherheitstrainings, so Carsten Röbke, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht, können alle teilnehmen, die volljährig sind und einen Führerschein besitzen. Die Teilnahme kostet 95 Euro pro Person und erfolgt mit dem eigenen Pkw. An einem Vormittag – in der Regel am Wochenende – lernen die Autofahrer zum Beispiel, wie man auf einer präparierten Strecke unter widrigen Bedingungen eine Vollbremsung durchführt. Dazu wird eine Plane mit Wasser und Schmierseife bedeckt. „Man kann nicht alles in der Theorie lernen“, meint Vyskocil. Es sei eine wichtige Erfahrung, zu merken, „was bedeutet es, wenn ich das Bremspedal richtig durchtrete“.

Anmeldungen sind unter (05721) 703191 möglich. In Kooperation mit dem Sozialverband bietet die Kreisverkehrswacht auch besonderes Verkehrstraining für Senioren an: Kann ich mich noch richtig umschauen? Wie läuft das mit dem Rückwärtseinparken? Und wie sieht es mit meiner Reaktionsfähigkeit aus?

Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz hält die Belebung des lange brach liegenden Geländes für sinnvoll. Er glaubt nicht, dass sich die Bedenken einiger Anwohner erfüllen werden, die Angst haben, dass vor ihrer Haustür eine Rennstrecke entsteht.

Die Vorteile, die das Sicherheitstraining besonders für junge Fahranfänger haben könnte, stellt Tim Hay von der Landesverkehrswacht heraus. „Nach wie vor ist das eine Risikogruppe im Verkehr“, sagt er. kil

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