Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Der Motor stottert

Anrufbus Nienstädt Der Motor stottert

Beim Verein Anrufbus Nienstädt stottert der Motor. Seit der Verein das zweite Fahrzeug angeschafft hat, gibt es Unstimmigkeiten mit der Disposition, die der benachbarte Verein Anrufbus Niedernwöhren übernommen hat. Laut Auskunft von Bernd Tünnermann, Vorsitzender des Nienstädter Vereins, werden sich die Vereine nicht einig über die Pauschale, die von den Nienstädtern für die Dienstleistung gezahlt werden soll. Das führe dazu, dass die Telefonzentrale keine Fahrten für den neuen Nienstädter Kleinbus vergebe.

Voriger Artikel
Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen
Nächster Artikel
Prophetenbach ist längst versiegt
Quelle: Archiv

SAMTGEMEINDE NIENSTÄDT. „Wir können uns nicht über die zusätzlichen Kosten einig werden“, sagt Tünnermann. Die Niedernwöhrener Zentrale wolle mehr Geld, weil sie ein weiteres Fahrzeug disponieren müsse. Der Vorstand des Nienstädter Vereins könne aber nicht erkennen, wo mehr Personalkosten oder Sachkosten anfielen. In dem ursprünglich geschlossenen Vertrag mit dem Anrufbus Nienstädt gebe es auch keinen Passus, der die Kostenpauschale von der Anzahl der Fahrzeuge abhängig mache. „Wir wollen eine transparente Kalkulation haben“, sagt Tünnermann, „um die Kosten nachvollziehen zu können.“ Bisher habe sich der Nienstädter Verein deshalb geweigert, die höhere Pauschale zu bezahlen, die jeweils monatlich abgerechnet werde.

Erika Hoppe-Deter, Vorsitzende des Anrufbus-Vereins Niedernwöhren, will sich zu dem Sachverhalt nicht äußern. Allerdings räumt sie ein, der Verein habe seine Gründe, so vorzugehen. Und diese Gründe müssen schwerwiegend sein, denn die Niedernwöhrener haben laut Tünnermann den Nienstädtern bereits einen Auflösungsvertrag zugeschickt, mit dem die Zusammenarbeit zum Ende des Jahres beendet werden soll. „Eigentlich läuft unser Vertrag noch bis zum 31. Dezember 2017“, sagt Tünnermann. Der Vorstand werde sich am heutigen Dienstag mit dem Thema auseinandersetzen und entscheiden, wie es weitergehen soll.

Freiwillige Kooperation

Beim Landkreis, der das zweite Fahrzeug für Nienstädt aus öffentlichen Mitteln finanziert hat, ist man nicht erfreut über den Streit. Dennoch sei dies eine Auseinandersetzung, die zwischen den beiden Vereinen geregelt werden müsse, sagt der Sprecher des Landkreises, Klaus Heimann. „Es wäre sehr zu begrüßen, wenn sie miteinander klarkommen“, wünscht er sich. Dennoch sei die Kooperation freiwillig. „Die kann man nicht erzwingen“, sagt er. Wenn es am Ende keinen Konsens gebe, bliebe tatsächlich nur die Möglichkeit, sich organisatorisch zu trennen.

Dass das zweite Fahrzeug für Nienstädt nicht notwendig gewesen wäre, wie es unter vorgehaltener Hand nun auch behauptet wird, will der Sprecher des Landkreises so nicht stehen lassen. „Die Nienstädter haben uns den Bedarf damals klar dargelegt“, sagt Heimann. „Wir werden das dennoch im Auge behalten, auch für künftige Zuschussanträge.“ bab

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg