Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Nienstädt Der Motor stottert
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Der Motor stottert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 04.11.2016
Quelle: Archiv
Anzeige
SAMTGEMEINDE NIENSTÄDT

„Wir können uns nicht über die zusätzlichen Kosten einig werden“, sagt Tünnermann. Die Niedernwöhrener Zentrale wolle mehr Geld, weil sie ein weiteres Fahrzeug disponieren müsse. Der Vorstand des Nienstädter Vereins könne aber nicht erkennen, wo mehr Personalkosten oder Sachkosten anfielen. In dem ursprünglich geschlossenen Vertrag mit dem Anrufbus Nienstädt gebe es auch keinen Passus, der die Kostenpauschale von der Anzahl der Fahrzeuge abhängig mache. „Wir wollen eine transparente Kalkulation haben“, sagt Tünnermann, „um die Kosten nachvollziehen zu können.“ Bisher habe sich der Nienstädter Verein deshalb geweigert, die höhere Pauschale zu bezahlen, die jeweils monatlich abgerechnet werde.

Erika Hoppe-Deter, Vorsitzende des Anrufbus-Vereins Niedernwöhren, will sich zu dem Sachverhalt nicht äußern. Allerdings räumt sie ein, der Verein habe seine Gründe, so vorzugehen. Und diese Gründe müssen schwerwiegend sein, denn die Niedernwöhrener haben laut Tünnermann den Nienstädtern bereits einen Auflösungsvertrag zugeschickt, mit dem die Zusammenarbeit zum Ende des Jahres beendet werden soll. „Eigentlich läuft unser Vertrag noch bis zum 31. Dezember 2017“, sagt Tünnermann. Der Vorstand werde sich am heutigen Dienstag mit dem Thema auseinandersetzen und entscheiden, wie es weitergehen soll.

Freiwillige Kooperation

Beim Landkreis, der das zweite Fahrzeug für Nienstädt aus öffentlichen Mitteln finanziert hat, ist man nicht erfreut über den Streit. Dennoch sei dies eine Auseinandersetzung, die zwischen den beiden Vereinen geregelt werden müsse, sagt der Sprecher des Landkreises, Klaus Heimann. „Es wäre sehr zu begrüßen, wenn sie miteinander klarkommen“, wünscht er sich. Dennoch sei die Kooperation freiwillig. „Die kann man nicht erzwingen“, sagt er. Wenn es am Ende keinen Konsens gebe, bliebe tatsächlich nur die Möglichkeit, sich organisatorisch zu trennen.

Dass das zweite Fahrzeug für Nienstädt nicht notwendig gewesen wäre, wie es unter vorgehaltener Hand nun auch behauptet wird, will der Sprecher des Landkreises so nicht stehen lassen. „Die Nienstädter haben uns den Bedarf damals klar dargelegt“, sagt Heimann. „Wir werden das dennoch im Auge behalten, auch für künftige Zuschussanträge.“ bab

Anzeige