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Eltern zahlen künftig mehr

Nienstädt Eltern zahlen künftig mehr

Die Gemeinde Nienstädt hat die Satzung für die Kindertagesstätten geändert. Grund ist die von der Samtgemeinde beschlossene Erhöhung der Hortgebühren um zehn Euro.

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Nienstädt. Wie Nienstädts Gemeindedirektorin Sandra Wiechmann einleitend erläuterte, seien die satzungsrechtlichen Regelungen dafür von den Mitgliedskommunen zu beschließen.

Da die Satzung deshalb ohnehin geändert werden musste, hat der Rat auch die Kita-Gebühren für den Halbtagsplatz um fünf Euro heraufgesetzt. Die Krippenbetreuung wird nicht teurer. Dafür wird für das Mittagessen künftig ebenfalls eine Gebühr erhoben, um die Bargeldzahlung einzustellen.

Nienstädter Politiker haben aus den Reaktionen der letzten Gebührenerhöhung für die Kindertagesstätten gelernt. Diesmal wurden die Eltern vorher informiert. Der Grund für die neuen Tarife sind gestiegene Gehälter der Erzieher. 2,4 Prozent mache die Lohnerhöhung in diesem Jahr aus, berichtete Wiechmann.

„Wir freuen uns, dass die Eltern das mitgemacht haben“, sagte SPD-Fraktionssprecherin Christiane Reckmann. Obwohl niemand gerne Gebühren erhöhe, sei die Anpassung aber adäquat, „weil wir ein qualitativ gutes Angebot haben“. Und überdies leisteten die Erzieherinnen hochwertige Arbeit, für die ein höheres Gehalt wünschenswert sei. „Aber das bedeutet für uns auch höhere Kosten.“ Paul Junk (SPD) findet die Erhöhung „sehr moderat“. Dies und die vorzeitige Einbeziehung der Eltern, habe Reaktionen wie beim letzten Mal verhindert, als die Eltern gegen höhere Kosten protestiert hatten, meint der Ratsherr.

Als „eigentlicher Gegner“ von Gebühren hat Thomas Künzel (Grüne) seine Zustimmung zur Erhöhung gegeben. Wenn die Eltern hinter den Kitas stehen, wolle er auch sein Einverständnis geben, meinte der Ratsherr. Dennoch sieht Künzel grundsätzlich den Bund in der Pflicht, weil einige Kommunen die Personalkosten bald nicht mehr aufbringen könnten.

Der Rat hat die veränderte Satzung einstimmig verabschiedet. Diese beinhaltet nun auch die Gebühren für das Mittagessen. Die Verwaltung hat für jede Einrichtung eigene Pauschalen ermittelt, da die Essenslieferung in allen unterschiedlich ist. Zuvor wurden die Beträge wöchentlich in bar eingesammelt. Wie Wiechmann ausführte, werde künftig der bürokratische Aufwand für die Erzieherinnen gesenkt. Zudem essen immer mehr Kinder, sodass sich der Bargeldbestand in den Einrichtungen erhöhte. Deshalb werde auch aus Sicherheitsgründen auf eine bargeldlose Zahlung umgestiegen. bab

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