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Nienstädt „Es muss etwas passieren“
Schaumburg Nienstädt Nienstädt „Es muss etwas passieren“
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00:16 07.07.2016
Einen ganzen Ordner mit Unterlagen zur B65 hat Petra Ritter aus den letzten fast 30 Jahren gesammelt. Die Ratsfrau und ihr Parteikollege Wolfgang Hoppe sind sich einig: Es muss endlich etwas passieren. Quelle: kil
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Nienstädt

Darum haben sie eine Info- und Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Nienstädter Bürger – leben an und mit der B65“ auf die Beine gestellt. Am Montag, 11. Juli, sind alle Interessierten dazu ins Berghotel Sülbeck, Bergstraße 4, eingeladen. Beginn ist um 18 Uhr.

Die Fraktion hat dazu Markus Brockmann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, sowie Fritz Klebe, Dezernent beim Bauamt des Landkreises, und Maik Beermann, CDU-Mitglied des Bundestages, eingeladen.

Seit Anfang der Neunziger im Gespräch

Wichtig ist den Initiatoren, dass es dabei nicht vorrangig um die mögliche Ortsumgehung der Bundesstraße gehen soll, betont Ritter. Ob und wann diese Straße kommt, stehe ohnehin in den Sternen. Und das, obwohl diese Maßnahme bereits seit Anfang der Neunziger im Gespräch ist, wie ein Blick in Ritters Ordner zeigt, den die Nienstädterin seit den achtziger Jahren zusammengetragen hat.

Die Veranstaltung soll zwar auch dazu dienen, herauszufinden, was die Anlieger denken und ob sie eine Umgehung überhaupt noch wollen. Vordergründig möchte die CDU-Fraktion aber herausfinden, welche Maßnahmen zur Erleichterung der Anlieger zeitnah möglich sind – Stichwort Schallschutz, Grüne Welle.

Ritter wohnt selbst relativ dicht an der Bundesstraße und kennt den Lärm, der durch das hohe Verkehrsaufkommen und die ständig abbremsenden und wieder anfahrenden Autos und Lastwagen auszuhalten ist.

Konkrete Vorschläge erhofft

Die Christdemokraten erhoffen sich von der Veranstaltung konkrete Lösungsvorschläge seitens der Behörden. „Es geht um kleine Forderungen“, sagt Ritter, die in der Vergangenheit oftmals einfach ignoriert worden oder im Sande verlaufen seien.

Zum Beispiel habe die Landesbehörde schon 1992 zugesichert, mit einer Grüne-Welle-Schaltung den leidigen Stop-and-go-Verkehr der Autos zu mildern. Hoppe und Ritter zufolge ist das bis heute nicht umgesetzt worden.

1987 habe sich die erste Bürgerinitiative zur B65 gegründet, weiß Ritter. Diese hatte unter anderem daran mitgewirkt, dass Anfang der Neunziger überhaupt Radwege entlang der Bundesstraße gebaut wurden.

In Ritters Ordner rund um die B65 sind auch die Kostenberechnungen für die schon damals geplante Umgehungsstraße aufgelistet. 1992 wurden diese noch auf rund 22 Millionen Mark geschätzt. „Wir können ja mal fragen, was das heute kosten würde?“, so Ritter. kil

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