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Nienstädt „Fluch der Karibik“ klingt durch die Kirche
Schaumburg Nienstädt Nienstädt „Fluch der Karibik“ klingt durch die Kirche
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14:35 14.08.2011
„Kastanienkometen“ rascheln im Takt des Ouvertüren-Sturms. Quelle: lmh
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Sülbeck (lmh). „Wir haben bewegte 48 Stunden hinter uns“, berichtete Chorleiter Christian Müller. Unter dem Motto „Red kein Blech – spiel’s lieber“ hatten die Musiker auf dem Pfarrgelände ein Zeltlager organisiert. Das gemeinsame Musizieren stand dabei im Mittelpunkt, aber auch die Geselligkeit – für die Betreuer unfreiwillig über den Zapfenstreich hinaus - kam nicht zu kurz. „Nur so viel: Ich habe heute Nacht nicht geschlafen“, grummelte Müller, jedoch mit einem Lächeln in den Augenwinkeln.

Beim Bläsernachwuchs kam die Aktion gut an. „Ja, wir hatten wenig Schlaf, aber vom Musikalischen her was das schon echt gut“, urteilte Jan-Philipp Wagner aus Liekwegen. „Wir haben ziemlich viel geprobt und auch alles gut geschafft“, so der 17-Jährige weiter. Felix Riemenschneider (16) aus Hörkamp-Langenbruch stimmte zu: „Den Blechbläser-Nachwuchs zu fördern, ist mit dieser Aktion auf jeden Fall gut gelungen.“ Die zehnjährige Larissa Maria Bittner aus Heuerßen erzählte: „Das war ganz lustig. Wir sind leider am ersten Tag ein bisschen zu spät gekommen, aber wir haben trotzdem viel gelernt. Ein Stück, das wir heute gespielt haben, habe ich zum Beispiel gestern erst gelernt, das konnte ich vorher noch gar nicht.“

Die Ergebnisse konnten sich hören lassen. Fanfaren und Kirchenmusik von Traugott Fünfgeld kam beim Konzert in der Sülbecker Kirche ebenso zum Einsatz wie die von Simon Langenbach speziell zur Ausbildung von Blasmusikern geschriebene Suite und Intrade. Den größten Applaus bekamen freilich die modernen Stücke mit Wiedererkennungswert: die Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ und „Everybody need Somebody“ aus „The Blues Brothers“.

Die Bläser hatten noch einen Festgottesdienst zu absolvieren, für den Müller „noch mehr Musiker und noch mehr Posaunen“ versprach.

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