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Glückliche Grunzer

Wildschweineaufzuchtstation in Nienstädt Glückliche Grunzer

Aus eins mach acht – mit einem Frischling ging es für Nils Busch los, innerhalb von einem halben Jahr kamen sieben weitere Schützlinge hinzu. Der Nienstädter setzt sich nun mit Herz, Geldbeutel und jeder Menge Zeit für die grunzenden Vierbeiner ein.

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Greta, Pumba, Schnitzel und Happy genießen die Streicheleinheiten von Nils Busch beim gesunden Frühstück.

Quelle: vr

Nienstädt. „Angefangen hat es mit einem Rehkitz, welches ich aufgenommen und versorgt habe“, erinnert sich Busch, dem die Wildtiere ihren zweiten Geburtstag zu verdanken haben. Für Busch sind die kleinen Schweinchen nicht nur Tiere, sondern echte Gefährten. Simon, Ronaldo, Rossi, Pumba, Happy, Schnitzel, Greta und Rutzi – die zwei Keiler und sechs Bachen haben alle ihre Mutter verloren und hätten in der Natur keine Überlebenschancen gehabt.

Ein Bekannter von Busch hat ebenfalls ein Wildschweingehege und fragte den Nienstädter im Februar, ob er sich um eines der Sorgenkinder kümmern könnte, da bei ihm Platzmangel herrsche. Busch nahm den Schützling auf und wollte über die Wildtierhilfe bei Facebook einen Platz für es finden. Doch es kam anders als gedacht: „Nach einer Woche kam der zweite Frischling zu mir.“ Dass der 36-Jährige die Tiere durchgebracht hatte, sprach sich in der Facebookgruppe rum wie ein Lauffeuer.

Tiefer Griff in den eigenen Geldbeutel

Wo genau sich die Auffangstation befindet, möchte Busch, der bei der Abfallwirtschaft Schaumburg arbeitet, nicht verraten: „Es gibt leider immer wieder Leute, die sich als Tierschützer bezeichnen und die Tiere frei lassen – das wäre aber ihr Todesurteil.“ Sowohl Paarhufer wie Rehe und Hirsche als auch Wildschweine dürfen nicht mehr in die freie Natur, wenn sie von Menschenhand aufgezogen wurden. „Sie hätten keine Angst mehr vor dem Menschen und würden hin- und nicht weglaufen.“ Dies stelle für den Menschen eine große Gefahr dar, weshalb die Tiere zum Abschuss durch Jäger freigegeben werden.

Finanzielle Unterstützung erhält Busch keine. „Lediglich die, die Frischlinge bei mir abgegeben haben, haben einen kleinen Obolus dagelassen“, freut sich Busch, der die Auffangstation selbst gebaut hat. 600 Quadratmeter haben die Frischlinge dort Platz. „Für Neuankömmlinge gibt es noch ein Vorgehege mit 100 Quadratmetern direkt neben dem Großen“, erklärt Busch. In dieses kommen neue Schützlinge hinein, um sich mit den Älteren anzufreunden und nicht direkt in die Herde zu müssen. Sowohl die Naturschutzbehörde, als auch das Veterinäramt nahmen die Anlage unter die Lupe und gaben ihr Okay. Den Bezug zu den Wildtieren hat der 36-Jährige übrigens seinem Opa zu verdanken, der ihn von klein auf mit zur Jagd nahm. vr

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