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Grundsätzlich „gut lesbar“

Nienstädt / Doppik-Haushalt Grundsätzlich „gut lesbar“

„Gut eingespielt“ hat sich die doppische Haushaltsführung in der Samtgemeinde Nienstädt, die den Buchungsbetrieb zum 1. Januar 2011 endgültig umgestellt hat, erklärt Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz. Der eigentliche Prozess zur Umstellung begann bereits 2008 – sprich: neue Software, Schulung und Einarbeitung der Mitarbeiter.

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Gestalten Verwaltungen die Haushaltspläne detailliert, sind sie auch für Ratsmitglieder als „Laien“ durchaus gut verständlich, findet Ditmar Köritz.

Quelle: kle

Samtgemeinde Nienstädt (kle). Da die Samtgemeinde Nienstädt keinen eigenen Kämmerer besitzt, hat sich Köritz gemeinsam mit einem weiteren Mitarbeiter intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und die Entwicklung begleitet, also auch die übrigen Mitarbeiter in die Thematik eingeführt. Parallel dazu gab es Informationsaktionen gezielt zur Doppik speziell für Ratsmitglieder.

Inzwischen habe sich auf der technischen und organisatorischen Seite alles so weit eingespielt. „Wenn man täglich damit umgeht, ist es auch nicht mehr so kompliziert“, so Köritz. Wesentlich mehr macht der Samtgemeinde – wie auch den meisten anderen – die Eröffnungsbilanz zu schaffen. Beispielsweise bei Investitionszuweisungen „müssen wir auf Daten zurückgreifen, die zum Teil zehn bis 20 Jahre zurückliegen“. Einige Daten habe die Verwaltung selbst auch überhaupt nicht ermitteln können – „dazu haben wir gar nicht das Personal“ – zum Beispiel, wenn es darum gehe, den Wert von Straßen zu bestimmen. „Dafür haben wir extra ein Dekra-Gutachten in Auftrag gegeben.“

Dies sei das eigentlich Ärgerliche an der Systemumstellung. „Die reine Handhabung ist gar kein Problem, aber wir haben hier einen immensen Aufwand dadurch erhalten.“ Für das Gutachten und die EDV-Umstellung seien Kosten von rund 60 000 Euro entstanden. Dazu addierten sich die zusätzlichen Arbeitsstunden, um das ganze Datenmaterial zusammenzubekommen.

Grundsätzlich halte er den doppischen Haushaltsplan aber für gut lesbar. Dass beispielsweise nicht nur die Finanzdaten für das aktuelle und die vergangenen beiden Jahre nebeneinander aufgelistet werden, sondern auch die Planung für die nächsten Folgejahre, halte er für durchaus sinnvoll. Durch die Abschreibungen „wird auch deutlicher, dass Investitionen auch Folgekosten nach sich ziehen“. Voraussetzung für eine gute Übersichtlichkeit sei jedoch, dass nicht nur die übergeordneten Punkte bei Einnahmen und Ausgaben aufgelistet werden, sondern auch die detaillierten Unterpunkte, deren Angabe im Haushaltsplan jedoch nicht verpflichtend und jeder Kommune selbst überlassen ist.

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