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Helferkreis für Flüchtlinge

Vielfältig engagiert Helferkreis für Flüchtlinge

Mit mehr als 30 aktiven Mitgliedern konnte der Helferkreis für Flüchtlinge in Nienstädt im vergangenen Jahr eine konstante, gute Arbeit leisten. Das hat Pastor Jens Hauschild beim jüngsten Treffen des Kreises positiv bemerkt. Die Gruppe besteht mittlerweile seit einem Jahr.

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Quelle: pr.

Nienstädt. „Bei den ersten Treffen waren hier noch viele andere Gesichter“, sagte er in die Runde. Viele seien zwar der Sache an sich aufgeschlossen gewesen, hätten aber ihren Platz in der aktiven Mitarbeit nicht gefunden. Geblieben sei ein „harter Kern“ aus rund 35 Mitgliedern, der sich bis heute auf vielfältige Weise engagiert. Als Familienpate, in der Fahrradwerkstatt, als Fahrdienst und vieles mehr.

Selbstverständlich sei dieses Engagement über einen so langen Zeitraum nicht, weiß Christa Harms, Koordinatorin für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit beim Diakonischen Werk der evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. In vielen Gebieten sei ein Großteil des Ehrenamtes in der Flüchtlingshilfe weggebrochen.

Kurs mit Kinderbetreuung geplant

Thorsten Bockisch, der den Helferkreis zusammen mit Hauschild leitet, gab zu Beginn der Veranstaltung einen Überblick über aktuelle Projekte und Angebote. So sei der Helferkreis gerade dabei, weitere Fördermöglichkeiten für einen neuen Deutschkurs zu sammeln. Denn nachdem die Deutschkurse mit Lehrern der Volkshochschule (VHS) Schaumburg, die vom Land finanziert worden seien, zu Ende sind, möchte der Helferkreis einen Kurs mit Kinderbetreuung, speziell für Mütter anbieten. Wie Hauschild auf Nachfrage erläutert, seien viele junge Frauen „richtig hungrig“ darauf, Deutsch zu lernen. Bei den VHS-Kursen sei eine Mitnahme der Kinder nicht möglich gewesen. Der neue Kurs soll Bockisch zufolge Anfang 2017 beginnen. Rund Zweidrittel des nötigen Geldes habe der Helferkreis bereits zusammen.

Bockisch machte auch Werbung für ein weiteres Angebot für Frauen: In Steinbergen gibt es in regelmäßigen Abständen ein Schwimmangebot für Flüchtlingsfrauen, die oftmals Angst vor dem Wasser hätten, erklärte er.

Ein Thema, das die Helfer bewegte, war die Frage, wie sie die Flüchtlinge auf das Anerkennungs-Gespräch vorbereiten können, das über ihren Status und ihr Bleiberecht entscheidet. Wichtig war Bokisch dabei, dass es nicht darum gehe, sich möglichst tolle Geschichten auszudenken, damit die Flüchtlinge bleiben dürfen. Ehrlichkeit sei gefragt.

Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass die politische Gemeinde Nienstädt Gutscheine für den Anrufbus der Samtgemeinde zur Verfügung stelle. Allerdings nur für Notfälle, wenn wichtige Fahrten zu Ärzten oder Ämtern gar nicht anders zu organisieren seien. kil

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