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Hexenhaus-Wirtin „Rosi“ sagt tschüss

Sülbeck Hexenhaus-Wirtin „Rosi“ sagt tschüss

In der Vereinsgaststätte Hexenhaus geht eine 20-jährige Ära zu Ende. Vereinswirtin Rosemarie Köller, geht Ende Juli in den Ruhestand.

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Rosemarie Köller und ihr Mann Dieter geben die Bewirtschaftung des Hexenhauses ab.

Quelle: bab

Sülbeck. Und dieser ist wohlverdient. Köller ist immerhin 74 Jahre alt und hört von ihren Kindern schon seit längerem, dass sie endlich kürzertreten solle.

Die Vereinswirtin ist eine Instanz in Sülbeck. Sie kennt das Hexenhaus schon ewig, denn sie lebt schließlich schon Jahrzehnte in direkter Nachbarschaft zu ihrer Wirkungsstätte. So hat sie auch die wildesten Zeiten des Hexenhauses mitbekommen, als dort Anfang der achtziger Jahre für kurze Zeit eine Diskothek untergebracht war. Sie kann sich noch gut an die teilweise chaotischen Zustände erinnern, die allein das Verkehrsaufkommen mit sich brachte.

Als das Hexenhaus dann Vereinsheim wurde, war die Hilfe der Nachbarin bereits gefragt. „Rosi komm mal schnell“, hieß es beispielsweise, wenn mal ein Schlüssel gesucht wurde oder anderwärtig Hilfe gefordert war. So kam es, dass Köller vor der Übernahme der Gaststätte sieben Jahre beim Vorpächter aushalf, wie sie erzählt.

Schon damals waren bei Feiern in der Gaststätte ihre selbstgebackenen Torten geschätzt. Köllers Kochkünste wissen die Gäste zu schätzen. Sie wolle sich ja nicht loben, sagt die 74-Jährige, „aber alle lieben meine Hochzeitssuppe“. Außerdem ist sie stolz darauf, dass alles frisch und selbstgemacht ist. Fertigprodukte kommen ihr nicht in die Küche.

Nicht nur kulinarisch hatte die Sülbeckerin das Hexenhaus, den Pavillon am Sportplatz und den Gastraum im Sporthaus während Sport- und Gesellschaftsveranstaltungen im Griff. In den vergangenen 20 Jahren sei mit der Hilfe ihres Mannes Dieter und ihrer Kinder manches renoviert, verschönert und erneuert worden. Der Frühaufsteherin Rosemarie Köller hat die Arbeit viel Freude bereitet. Trotz ihrer sieben Kinder sei sie immer berufstätig gewesen. Zwischen all ihren Aufgaben fand sie sogar noch Zeit, die Trikots von drei Mannschaften zu waschen. „Ich muss immer arbeiten“, gibt sie zu, ein „Arbeitstier“ zu sein.

„Meine Kinder sagen: ,Jetzt ist Schluss, fahr mit Papa in den Urlaub‘.“ Köller hat auf die Töchter und Söhne gehört. Heute wird im Hexenhaus noch einmal groß gefeiert. Dann kommen alle zu „Rosis“ Abschied. bab

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